Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Die Katze ist aus dem Sack!

Die Deutsche Bank hat kurz vor der Mittagspause die Konditionen für die anstehende Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Der Bezugspreis für die neuen Aktien liegt höher als ursprünglich erwartet. Der Bruttoerlös wird voraussichtlich 6,75 Milliarden Euro betragen, womit dem Institut insgesamt 8,5 Milliarden Euro zufließen werden.

Umtauschverhältnis 18:5

Aktionäre der Deutschen Bank können für 18 alte Aktien fünf neue zu einem Preis von 22,50 Euro erwerben. Die Zeichnungsfrist beginnt bereits morgen und wird bis zum 20. Juni dauern. Zeitgleich findet der Bezugsrechtehandel statt. Auf Basis der vorliegenden Informationen beträgt der rechnerische Wert eines Bezugsrechts etwa 1,59 Euro. Um den 25. Juni herum sollen die neuen Stücke zum Handel zugelassen werden.

Der Platzierungspreis von 22,50 liegt damit einen Euro über dem oberen Ende der in den Medien verbreiteten Kursspanne. Platziert werden sollen 299,8 Millionen Papiere. Damit erhöht sich der Bruttoemissionserlös der Mitte Mai angekündigten Kapitalmaßnahmen auf 8,5 Milliarden Euro. Bislang hatte die Deutsche Bank 8,0 Milliarden Euro als Ziel ausgegeben. Im ersten Schritt der Kapitalerhöhung war der katarische Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani vor rund zwei Wochen beim größten deutschen Geldhaus eingestiegen. Im Schnellverfahren hatte die Bank ihm rund 60 Millionen neue Aktien verkauft und dafür 1,75 Milliarden Euro kassiert. Auch am zweiten Teil der Kapitalerhöhung will sich der Scheich beteiligen und seine Bezugsrechte ausüben.

Einschätzung im neuen AKTIONÄR

Der höhere Platzierungspreis ist eine kleine Überraschung. Nichtsdestotrotz ist es kein gutes Zeichen, dass die Bank einen Discount von rund 25 Prozent auf den aktuellen Kurs gewähren muss, um die Stücke platzieren zu können. Eine Einschätzung zur Deutschen Bank erhalten Sie im nächsten AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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