Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das Geldhaus zu seiner Hauptversammlung. Konkret geht es um die ehemaligen Führungskräfte Josef Ackermann, Anshu Jain und Jürgen Fitschen.

Gutachten negativ

Laut Bild am Sonntag kommen Rechtsgutachten bisher zu dem Schluss, dass sich die Manager höchstens organisatorische Fehler geleistet hätten. Für persönliche Verfehlungen gibt es dagegen keine Indizien.

Nachdem die Mitarbeiter der Deutschen Bank im vergangenen Jahr auf einen Großteil ihrer Boni-Zahlungen verzichten mussten, wäre es logisch, dass auch die ehemalige Führungsspitze ihren Anteil leistet. CEO John Cyan erklärte, dass circa fünf Milliarden Euro in den letzten anderthalb Jahren für Strafen aufgewendet werden mussten, so das Handelsblatt. Ein Großteil der Summe geht auf windige Hypothekengeschäfte zurück, die abgeschlossen wurden, als die genannten Vorstände in der Verantwortung standen.

Günstig bewertet

Die Bewältigung der Vergangenheit hat die Deutsche Bank noch immer im Griff. Langsam braucht es aber eine eingängige Strategie, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Fundamental ist die Aktie mit einem KGV von 18 teuer. Allerdings beträgt das Kurs-Buchwert-Verhältnis nur 0,3. Für 2018 geht der Konsens von einem KGV von nur noch 8 aus. Anleger greifen zu und setzen einen Stopp bei 16,40 Euro. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert der Deutschen Bank bei 23,00 Euro.

 


 

Die größten Investoren aller Zeiten
 
Autor: Glen, Arnold
ISBN: 9783864700415
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 30.07.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden mit Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

„Die größten Investoren aller Zeiten“ – was genau macht sie eigentlich zu dem, was sie sind? Und wie kann der Durchschnittsinvestor von den Erfahrungen dieser Koryphäen profitieren? Diesen Fragen geht Glen Arnold in seinem Buch nach. Und sein Konzept überzeugt. Es gelingt ihm, die spezifischen Stärken von Buffett, Soros und Co herauszuarbeiten, ohne die Schwächen unter den Teppich zu kehren. Und er arbeitet dort die feinen Unterschiede heraus, wo andere Autoren alles in einen Topf werfen. So entstehen lebendige und fundierte Porträts der erfolg- und einflussreichsten Börsengurus des 20. und 21. Jahrhunderts. Die auch für Laien verständliche Darstellung ermöglicht es dem Kleinanleger, in den Fußstapfen der „Großen“ zu wandeln und zeitlos gültige Strategien für das eigene Portfolio umzusetzen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Deshalb dreht die Aktie auf

Die AKtie der Deutschen Bank notierte heute Vormittag wie der Gesamtmarkt im Minus. Doch seit Mittag steigt die Notierung wieder. Was ist das los? Morgan Stanley hat über komplexe Finanzprodukte den Anteil an der Deutschen Bank von 0,47 auf 6,86 Prozent hochgefahren. Aus Finanzkreisen hieß es, dass … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Attacke auf CEO Cryan?

John Cryan hat bei der Deutschen Bank im vergangenen April eine milliardenschwere Kapitalerhöhung durchgeführt und wohl einen Großteil der Rechtsrisiken, die er von seinen Vorgängern geerbt hatte, abgebaut. Doch einigen Großaktionären reicht das nicht, da im ersten Halbjahr 2017 die Erträge der … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: IPO wird konkret

Die Deutsche Bank steckt den Rahmen für den geplanten Teilbörsengang des Tochterunternehmens Deutsche-Asset-Management ab: Die Deutsche Bank selbst könnte laut Handelsblatt der einzige globale Koordinator für den Börsengang werden. Amerikanische Banken sind weitgehend außen vor. mehr