Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Kleine Strafe, große Erleichterung

Die Deutsche Bank kann eine weitere Rechtsstreitigkeit beilegen: In den USA zahlt die Bank insgesamt 146 Millionen Euro für Verstöße gegen Vorschriften beim Devisenhandel. Ein Großteil der Geldstrafe wurde wegen Aufsichtsversagen ausgesprochen.

Verhängt wurde die Strafe durch die US-Notenbank Federal Reserve. Der Hauptvorwurf bei Aufsichtsversäumnissen betrifft die Händler der Bank. Diese hätten mit Mitarbeitern anderer Institute sensible Marktinformationen über Chaträume ausgetauscht und so den Markt manipuliert. Die Deutsche Bank habe das Verhalten nicht eindeutig untersagt, so die Finanzaufseher.

Volcker-Rule greift

Verstöße gegen die Volcker-Rule wurden mit 18,4 Millionen Euro geahndet, die im Gesamtbetrag enthalten sind. Die Vorschrift wurde noch unter Präsident Obama zur Regulierung der Finanzbranche eingeführt und verbietet Banken größtenteils den Eigenhandel.

Aktie im Aufwind

Mit der jüngsten Kapitalerhöhung und einer harten Kernkapitalquote von mehr als 14 Prozent ist die Millionenstrafe für die Deutsche Bank kein Problem. Die Aktie ist erst gestern aus dem kurzfristigen Abwärtstrend bei 15,39 Euro nach oben ausgebrochen. Legt der Kurs weiter zu, kommt als nächstes der horizontale Widerstand bei 15,65 Euro in den Fokus. Eine Unterstützung befindet sich im Bereich von 15,20 Euro.

Der Auftakt der Bilanzsaison durch die US-Banken macht Mut, dass auch die Deutsche Bank im abgelaufenen Quartal operativ zulegen konnte. Die gestiegenen Erlöse der US-Banken im Anleihehandel - hier ist die Deutsche Bank traditionell stark - stimmen positiv für die Zahlen zum ersten Quartal. Kommenden Donnerstag, 27.04., öffnet auch die Deutsche Bank ihre Bücher. DER AKTIONÄR setzt auf den Turnaround bei dem Konzern und empfiehlt den Kauf. Das Kursziel liegt bei 22,00 Euro. Anleger sollten bei 11,50 Euro einen Stopp platzieren.

 

 


 

Börsenstars und ihre Erfolgsrezepte

Autor: Hanke, Ulrich W.
ISBN: 9783864703782
Seiten: 272
Erscheinungsdatum: 30.06.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Von den großen Investoren kann man sich einiges abschauen – doch was ist für Privatanleger wirklich brauchbar? Ulrich W. Hanke nimmt die Strategien von Benjamin Graham, Warren Buffett, Michael O’Higgins, Joel Greenblatt, John Neff, Peter Lynch, Ken Fisher, William O’Neil, James O’Shaughnessy, Martin Zweig, David Dreman und Anthony Gallea unter die Lupe. Hinzu kommen populäre deutsche Börsenstrategen wie Max Otte, Uwe Lang und Susan Levermann. Hanke analysiert die Methoden der Börsenlegenden und arbeitet heraus, wie die Systeme funktionieren, welche Kennzahlen und welche Werte dabei wichtig sind. Er gibt Anlegern Filter und Checklisten an die Hand, mit denen sie in den Fußstapfen der Börsenstars wandeln können.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Euribor-Streit beendet

Die Deutsche Bank kann eine weitere juristische Baustelle schließen: Im Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor wurde mit den US-Behörden am Montagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Im freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am Dienstag daraufhin moderat zulegen. mehr