Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt gehen die ersten Topmanager

Bei der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Asset Management brodelt es schon länger. Dass etliche Topmanager jetzt gehen, passt in das schlechte Gesamtbild. Derweil ziehen Kunden in Milliardenhöhe ihr Kapital aus der Fondstochter ab.

Nach Handelsblatt Informationen verliert die Deutsche Asset Management mit Henning Gebhardt einen ihrer Star-Fondsmanger. Er wechselt nach Hamburg zur Privatbank Berenberg. Doch Gebhardt ist nicht alleine. Insgesamt sieben hochrangige Manager verlassen die Deutsche-Bank-Tochter, darunter auch der Privatkundenvorstand für Deutschland. Das Vertrauen der Kunden schwindet ebenfalls. Alleine im ersten Halbjahr 2016 wurden 20 Milliarden Dollar an Geldern abgezogen. Aktuell verwaltet die Deutsche Asset Management noch 719 Milliarden Dollar an Kundengeldern. Die Konkurrenten im Fondsgeschäft konnten derweil neue Einlagen anziehen.

Unklare Zukunft

Für CEO John Cryan war die Deutsche Asset Management in der Vergangenheit eine sichere Größe. Die Tochter verbuchte anders als das schwankungsanfällige Investment-Banking stabile Erträge. Doch jetzt, da die Deutsche Bank mehr denn je darauf angewiesen ist, schwächelt die Fondssparte. Belastend auf die Stimmung wirkt sich auch aus, dass die Position der Deutschen Asset Management im Konzern alles andere als sicher ist. Schon länger machen Verkaufspläne die Runde, die Mitarbeiter sind verunsichert. Innerhalb von zwölf Monaten soll nun mit Nicolas Moreau der dritte Chef das Steuer übernehmen.

Neues Problem

Für CEO John Cryan tut sich mit der Deutsche-Asset-Management das nächste Problem auf. Wie die Deutsche Bank eine mögliche Milliardenstrafe in den USA stemmen will, ist auch unklar. Der AKTIONÄR empfiehlt Anlegern die Deutsche-Bank-Aktie zu verkaufen.


 

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