Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Hohe Geldstrafe - Aktie steigt trotzdem

Die EU-Kommission macht Berichten zufolge bei der Aufarbeitung des Skandals um die Manipulation von Referenzzinssätzen Druck.

Noch in diesem Jahr wollen sich die Wettbewerbshüter mit der Deutschen Bank und fünf weiteren internationalen Finanzinstituten auf Strafen jeweils im dreistelligen Millionenbereich verständigen, wie die Zeitungen Wall Street Journal, die Financial Times sowie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch übereinstimmend berichten. Allerdings seien nicht alle der an den Gesprächen beteiligten Banken zu einem schnellen Vergleich bereit.

Straferlass

Laut FT wollen neben der Deutschen Bank die Royal Bank of Scotland (RBS) und die französische Societe Generale das Angebot der EU annehmen. Es sieht unter anderem einen 10-prozentigen Straferlass vor. Dagegen lehnten die US-Bank JPMorgan, die britische HSBC und die französische Credit Agricole den Vergleichsvorschlag bislang als übertrieben hoch und ungerechtfertigt ab. Die britische Barclays soll straffrei bleiben, da sie maßgeblich zur Aufklärung beigetragen habe.

800 Millionen Euro Der Zeitung zufolge geht es im Schnitt um Strafen von 800 Millionen Euro pro Bank. Zusammen wäre es mit Abstand die höchste jemals verhängte Buße der EU. Bislang liegt der Rekord bei 1,5 Milliarden Euro. Das WSJ schrieb davon, dass sich die Strafen jeweils auf mehrere hundert Millionen Euro belaufen könnten. Die EU und die Banken lehnten eine Stellungnahme zu den Berichten ab.

 

Aktie ein Kauf

Nichts hassen die Anleger mehr als Unsicherheit. Dass bei den ganzen Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank Bewegung reinkommt, ist deswegen positiv zu sehen. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 45 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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