Deutsche Bank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Bank: Heute wird es spannend

Die Deutsche Bank hält heute in Frankfurt ihre Hauptversammlung ab. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer Details zur zukünftigen Strategie der Doppelspitze Jain/Fitschen. Der nun bekannt gewordene Deal mit Katar und die damit verbundene Kapitalerhöhung im Volumen von acht Milliarden Euro, beseitigen zumindest eine Baustelle des Marktführers. Es verbleiben allerdings noch weitere Probleme.

So sind die letzten Quartalsergebnisse des DAX-Konzerns meist enttäuschend ausgefallen. Hauptgrund hierfür waren geringere Erträge im traditionell starken Investmentbanking, vor allem im Geschäft mit Anleihen. Hier muss die Deutsche Bank über kurz oder lang entweder nachhaltig die Wende schaffen oder versuchen, in anderen Geschäftsbereichen höhere Erträge zu generieren. Dies gelang in den vergangenen Jahren allerdings weder in der Privatkundensparte noch in der Vermögensverwaltung. Darüber hinaus haben hohe Prozesskosten dem Branchenprimus bereits mehrfach die Ergebnisse verhagelt. Die Anteilseigner würden von der Doppelspitze des Unternehmens sicherlich gerne wissen, ob diese Belastungen in den kommenden Quartalen endlich niedriger ausfallen werden.

Abwarten und auf die Lauer legen

Nachdem die Aktie der Deutschen Bank unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gerutscht ist, sollten Anleger zunächst abwarten. Durch die anstehende Kapitalerhöhung dürfte der Aktienkrus in den kommenden Wochen unter Druck bleiben. Fällt dabei die charttechnisch wichtige 30-Euro-Marke, könnte es rasch bergab gehen. Im Zuge einer Bodenbildung haben Anleger dann anschließend womöglich die Chance, noch günstiger bei Deutschlands Branchenprimus einzusteigen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: So geht das

Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzender John Cryan krempelt den Konzern radikal um. Neben einer strategischen Neuausrichtung geht er auch die Altlasten bei den Rechtsstreitigkeiten an. Fehltritte und verschiedene Vergehen kosteten die Bank in der Vergangenheit Milliarden. In den USA konnte man nun … mehr
| Andreas Deutsch | 1 Kommentar

Egbert Prior: Meine erste Aktie

Aller Anfang ist schwer an der Börse – das gilt sowohl für Profis als auch für Amateure. Exklusiv für den AKTIONÄR erinnert sich Egbert Prior, langjähriger Herausgeber der Prior Börse, an sein erstes Investment. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Hört doch endlich auf!

Am Anfang war es einfach nur lästig: Mehrere demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus forderten immer wieder Informationen von der Deutschen Bank über die Beziehungen zu Donald Trump. Der Konzern gilt als einer der größten Gläubiger des Präsidenten. Was anfangs nur wie ein politisches … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Eine Million ist zu wenig

Wer mehr als eine Million Euro anlegen kann, hat sich bislang bei der Deutschen Bank von „Normal-Investoren“ unterschieden. Der Konzern hat dieses Klientel gesondert von den normalen Privatkunden in der Vermögensverwaltung betreut. Damit soll jetzt Schluss sein, denn die Bank will auch hier sparen. mehr