Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: 800-Millionen-Dollar-Strafe?

JPMorgan Chase büßt mit einer Rekordsumme für fragwürdige Hypotheken-Deals. 13 Milliarden muss die führende US-Bank bezahlen. Die Deutsche Bank kommt wohl deutlich günstiger weg.

Analysten von Morgan Stanley schätzen, dass auf die Deutsche Bank eine Zahlung in der Höhe von etwa 800 Millionen Dollar zukommen könnte, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Zwar lassen sich weder die Bank noch die Behörde bei den Verhandlungen über die Vergleichszahlung in die Karten schauen. Die Summe lässt sich aber am Marktanteil der Deutschen Bank ableiten. Der ist deutlich niedriger als der von JPMorgan Chase.

Rekordstrafe

Die US-Bank muss neun Milliarden Dollar an diverse Behörden und das Justizministerium zahlen. Ein Teil der Summe sind Strafen, ein Teil sind Wiedergutmachungen. Mit den verbleibenden vier Milliarden Dollar muss JPMorgan strauchelnden US-Hausbesitzern unter die Arme greifen.

Die Summe ist auch deshalb so hoch, weil JPMorgan Chase in der Finanzkrise die beiden strauchelnden Rivalen Bear Stearns und Washington Mutual übernommen hatte. Die Bank muss nun auch für deren Geschäfte geradestehen. Das war einer der Streitpunkte in den Vergleichsverhandlungen.

Für Geduldige

Die Rechtsstreitigkeiten hängen wie ein Damoklesschwert über dem Aktienkurs der Deutschen Bank. Anleger werden Geduld haben müssen, bis die Aktie ihre dramatische Unterbewertung abgebaut hat. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert bei 47 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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