Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: 7,30 Milliarden Dollar!

Auf den letzten Drücker hat die Deutsche Bank mit dem US-Justizministerium im Hypothekenstreit doch noch einen Vergleich vor Jahresende erzielt, der den Konzern insgesamt 7,30 Milliarden Dollar (6,90 Milliarden Euro) kostet. Davon gehen 3,1 Milliarden Dollar als Strafzahlung an das Justizministerium, die verbleibenden 4,10 Milliarden Dollar sollen für Kundenentschädigungen zur Verfügung stehen.

Höher als erwartet

Zwar liegt die Strafzahlung deutlich unter den Anfangs geforderten 14,0 Milliarden Dollar. Allerdings zahlte beispielsweise Konkurrent Goldman Sachs in einem ähnlichen Fall im April nur fünf Milliarden. Die Deutsche Bank geht davon aus, dass wegen der Strafe von 3,10 Milliarden Dollar der Gewinn im vierten Quartal um 1,16 Milliarden Dollar geringer ausfällt.

Kniffliger wird es bei den 4,10 Milliarden Dollar, die als Entschädigung an die betroffenen Kunden gezahlt werden sollen: Die Bank geht davon aus, dass die Zahlung über mindestens fünf Jahre gestreckt wird.

Vorbörslich im Plus

Die Aktie der Deutschen Bank kann bereits im vorbörslichen Handel deutlich zulegen und steht kurz vor dem Sprung über den Widerstand bei 18,70 Euro. Laut eines Top-Investors könne allerdings auch die jetzige Zahlung für die Deutsche Bank „gefährlich“ werden, so das Handelsblatt. Entscheiden wird sein, über welchen Zeitraum die Kundenentschädigungen in Höhe von 4,10 Milliarden Dollar gezahlt werden müssen. Zudem stehen noch andere, große Rechtsstreitigkeiten wie zum Beispiel in Russland aus. Die Aktie eignet sich weiterhin nur für Trader.

(Mit Material von dpa-AFX)

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