SAP
- Stefan Limmer - Redakteur

Derivate-Musterdepot-Wert SAP setzt Rotstift an

Der Softwarekonzern SAP setzt den Umbau innerhalb seiner Belegschaft fort.  Etwa drei Prozent der weltweit 74.400 Mitarbeiter müssten sich auf eine Veränderung einstellen, sagte Personalchef Stefan Ries. Die Aktie notiert derweil kurz vor dem Ausbruch auf ein neues Mehrjahreshoch.

"Wir versuchen, die Auswirkungen für die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten", so Ries. Der Personalchef will vor allem auf freiwillige Programme wie Abfindungen und Vorruhestandsregelungen setzen. Das Wachstum des Softwarekonzerns dürfte den Verlust von Arbeitsplätzen insgesamt ausgleichen. Schon im vergangenen Jahr hatte SAP einen ähnlichen Umbau angekündigt. Auch damals waren ebenfalls drei Prozent der Stellen im Unternehmen betroffen, und der Personalchef hatte trotz Kritik der Betriebsräte betriebsbedingte Kündigungen auch in Deutschland nicht ausgeschlossen.

Hintergrund ist die Veränderung des Geschäftsmodells von SAP. Der Softwarekonzern ist dabei, von fest installierter Software auf Abo-Modelle (Cloud -Computing) umzustellen, wo man in Zukunft höhere Wachstumsraten und stetige Einnahmen erwartet. "Vereinfachung" lautet das Motto von Firmenchef Bill McDermott. Dadurch werden Jobs in bestimmten Bereichen nicht mehr gebraucht. Ries nannte als Beispiel die Softwareimplementierung. 

Massives Kaufsignal

In den vergangenen Monaten hat die SAP-Aktie einen Gang höher geschaltet. Als nächstes rückt das Mehrjahreshoch bei 65 Euro in den Fokus der Marktteilnehmer. Darüber wäre dann Luft bis zum alten Rekordhoch bei 71 Euro. SAP ist mit einem 2015er KGV von 20 nicht mehr günstig. Die Ausrichtung auf das Cloud-Computing dürfte sich jedoch langfristig auszahlen. In dem starken Marktumfeld dürfte die Aktie weiter haussieren. Anleger bleiben dabei. Auch DER AKTIONÄR setzt in seinem Derivate-Musterdepot auf steigende Kurse. 

(mit Material von dpa-AFX)

 

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