Okta
- Benedikt Kaufmann

Der Cybersecurity-Favorit für 2019: Okta

Cyberattacken zählen zu den schädlichsten Straftaten. Kein Wunder, denn die Angriffspunkte sind zahlreich und 100-prozentiger Schutz ist nicht zu erreichen. Die größte Bedrohung für Unternehmen geht sogar vom eigenen Arbeitnehmer aus. Eine einfache Lösung, um die Gefahren durch Firmeninsider zu minimieren, bietet das US-Unternehmen Okta – ein Top-Pick unter den Cybersecurity-Aktien.

Der Feind in meiner Firma

Sie bringen ihre Laptops oder Handys mit, arbeiten im Home-Office in schwach gesicherten Netzwerken und sind oft schlecht geschult in Sachen Cybersecurity. Eine Attacke, die durch einen Insider ausgelöst oder durch einen Insider begangen wird, hat für das betroffene Unternehmen die schwersten Folgen. Im Durchschnitt kostet ein derartiger Angriff 174.000 Dollar.

Das größte Insider-Sicherheitsrisiko ist dabei das Passwort. Etwa 63 Prozent aller Cyberattacken gehen auf kompromittierte Passwörter zurück. Zudem leben wir in einer Zeit, wo immer mehr Unternehmenssoftware in die Cloud ausgelagert wird. Das Problem bei der sogenannten Software-as-a-Service: Für jeden Dienst, sei es Google Docs, Salesforce oder SAP Hana, brauchen die Beschäftigten einen Zugang. Man stelle sich an dieser Stelle einen Auszubildenden vor, der im Rahmen seiner Lehre zahlreiche Abteilungen durchläuft und überall die notwendigen Zugänge erhält – ein enormes Sicherheitsrisiko.

Die einfache Lösung

Hier kommt das sogenannte Identity Management ins Spiel. Dieses Cybersecurity-System identifiziert den einzelnen Nutzer, verwaltet Konten und überprüft Zugriffsberechtigungen. Identity Management hilft Berechtigungen je nach Bedarf hinzuzufügen oder zu entfernen, speichert alle Berechtigungen in einen verschlüsselten Container und gibt dem Nutzer ein einziges Passwort aus, das Zugang für alle von ihm benötigten Dienste gewährt. „Single Sign On (SSO)“ lautet dabei das Zauberwort, das Insiderrisiken durch kompromittierte Passwörter abbaut.

Die beste Lösung

Doch genug mit Technik, Sie lesen ja nicht die Computer Bild. DER AKTIONÄR liefert Ihnen zu diesem aktuell wichtigen und aussichtsreichen Trend wie gewohnt die passende Aktie. Okta ist der Name unseres spekulativen Top-Tipps, der in Sachen Identity Management eine disruptive Lösung anbietet.

Der Cybersecurity-Spezialist hat erst 2017 den Sprung an die Börse gewagt und konnte dank eines rasanten Aufwärtstrends nicht nur an der Börse überzeugen. Insbesondere die SSO-Lösung von Okta findet bei Unternehmenskunden Anklang und kann mit den Konkurrenzprodukten von Tech-Giganten wie Oracle oder Microsoft mithalten. Attraktiv ist dabei die Geschwindigkeit, mit der das SSO von Okta installiert werden kann. In einer Stunde ist die Software eingerichtet – die Konkurrenz braucht sechs. Zwar wird an einigen Funktionalitäten gespart, doch dafür kostet das Okta-Produkt auch nur die Hälfte. Damit wird die SSO-Lösung auch für mittelständische Unternehmen interessant, für die eine umfangreiche Legacy-Lösung keinen Sinn macht.

Die Analysten von Berenberg sind von der Positionierung des Produkts derart überzeugt, dass sie dem Identity Management von Okta eine mittel- bis langfristige Wachstumsrate von über 30 Prozent in Aussicht stellen. Hierfür spreche nicht nur die Stärke des Produkts, sondern auch das unglaubliche Marktpotenzial im Cybersecurity-Markt.

Top Wachstumsaktie

Insgesamt ist sich die Analysten-Community einig: Die Aktie von Okta ist ein klarer Kauf. Zwölf empfehlen den Kauf, nur drei sehen eine Halteposition. Das Konsensziel von 73,73 Dollar liegt dabei 22 Prozent über dem aktuellen Kurs. Erwartet werden überragende Wachstumsraten. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz um 44 Prozent anwachsen und auch der Verlust des erst 2009 gegründeten Unternehmens verringert sich rapide. Die Gewinnschwelle sollte dann im Jahr 2020 erreicht werden.

Okta bietet eine einfache Lösung, um sich vor Cyberattacken durch kompromittierte Passwörter zu schützen. Ein Sicherheitsrisiko, das insbesondere in SaaS-Zeiten, wenn alle Firmengeheimnisse nur eine Anmeldung entfernt liegen, aktuell bleibt. Spekulativer Langfrist-Kauf auch im schwachen Gesamtmarkt.

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