DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX verteidigt 11.800 - neue Woche verspricht Hochspannung

Die Anleger in Frankfurt blicken auf eine erfolgreiche Woche zurück. Der DAX hat seine wochenlange Schiebezone verlassen und mit zeitweise 11.893 Punkten ein neues Jahreshoch markiert. Zum Wochenschluss gab es ein paar kleinere Gewinnmitnahmen, doch am Ende notierte der DAX bei 11.814 Zählern und damit über der wichtigen 11.800-Punkte-Marke. In der kommenden Woche steht viel auf dem Spiel: Die Berichtssaison in Deutschland geht in die heiße Phase, drei Notenbankentscheidungen stehen an - und Mr. Trump wird auch wieder twittern.

Reihenweise Zahlen

Während in den USA die Berichtssaison schon auf Hochtouren läuft und am Dienstag mit Apple, ExxonMobil (Exxon Mobil) und Pfizer drei weitere Highlights zu erwarten sind, geht es hierzulande langsam ans Eingemachte. Siemens präsentiert am Mittwoch die Q4-Zahlen, am Donnerstag folgen Deutsche Bank, Infineon und Daimler.

An der Konjunkturfront sollten Anleger ein Auge auf die am Mittwoch und Freitag anstehenden ISM-Indizes für die Industrie und das Dienstleistungsgewerbe werfen. Diese wichtigen Frühindikatoren könnten schon einen Hinweis darauf geben, was von "Trumponomics" zu erwarten ist. Am Freitag steht dann der Arbeitsmarktbericht uf der Agenda.

Ende des Billiggeldes?

Gleich drei Notenbanken werden sich in der kommenden Woche zu Wort melden. Den Auftakt machen die japanischen Währungshüter am Dienstag, am Mittwoch steht die nächste Sitzung der US-Notenbank Fed an. Die Bank of England wird sich am Donnerstag zur künftigen Geldpolitik äußern. Experten erwarten, dass der Leitzins wie in Japan und in den USA unangetastet bleibt, das im Februar auslaufende quantitative Lockerungsprogramm aber nicht verlängert wird.

Erneute Überhitzung

Aus technischer Sicht stünde dem DAX eine kurze Erholung kurz zu Gesicht. Mit dem jüngsten Kurssprung ist der RSI wieder im überkauften Bereich angekommen, auch ist der DAX über die Bollinger Bänder hinausgeschossen. Andererseits hat der MACD erst ein Kaufsignal im neutralen Bereich generiert, sodass die Marke von 12.000 Punkten in der nächsten Woche durchaus machbar ist.

Als Unterstützung dient das alte Ausbruchsniveau bei 11.802 Punkten (Hoch Juli 2015) sowie das bisherige Jahreshoch von 11.692 Zählern. Eine weitere wichtige Unterstützung liegt bei 11.400 Punkten. Der nächste bedeutende Widerstand ist die Marke von 12.000 Punkten. Wird diese überwunden, sollte der DAX auch das Allzeithoch bei 12.390 Zählern erreichen.

Wer noch im DAX-Turbo mit der WKN DGH2BL investiert ist (Empfehlungskurs bei 11,32 Euro), sollte die Gewinne laufen lassen. Der Stoppkurs wurde in der Zwischenzeit auf 18 Euro nachgezogen.

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