DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX im Minus – Chartexperte: "Ältester Indikator überhaupt mit Kaufsignal"

Der deutsche Aktienmarkt startet am Donnerstag leichter in den Handel. Schwache Vorgaben aus Asien und die Angst vor einem Brexit hemmen die Kauflust der Anleger. Chartexperte Jörg Scherer von HSBC Trinkaus hält dagegen: Es gibt Gründe, die für steigende Kurse sprechen.

Scherer hatte zuletzt mehrfach die Hoffnung geäußert, dass es sich beim jüngsten Rückschlag an die Schlüsselzone aus diversen horizontalen Hürden, der 200-Tage-Linie sowie dem ehemaligen, im April 2015 etablierten Abwärtstrend (aktuell bei 10.098 beziehungsweise 10.064 Punkten) um einen lehrbuchmäßigen Pullback handelt, der übergeordnet den gesehenen Trendbruch untermauert. Rückenwind liefern nach Einschätzung des Chartexperten zum einen der Faktor "Saisonalität" und zum anderen die Marktbreite.

Ältester Indikator bricht aus

Während sowohl der US-Präsidentschafts- als auch der Dekadenzyklus eine bis Ende August/Anfang September andauernde günstige Marktphase nahelegen würden, sei die Advance-/Decline-Linie für alle an der NYSE notierten Aktien zuletzt nach oben ausgebrochen, so Scherer. Der älteste Indikator überhaupt habe damit die seit über zwei Jahren bestehende Seitwärtsrange nach oben verlassen und signalisiere somit eine gesunde Marktverfassung.

Laut Scherer sind vor diesem Hintergrund die beiden jüngsten Verlaufshochs bei 10.365 beziehungsweise 10.474 Punkten nur Etappenziele. Perspektivisch sei sogar ein Schließen der großen Kurslücke vom ersten Handelstag des Jahres (obere Gapkante bei 10.743 Punkten) wieder möglich.

Unsicherheit im Markt

Ein festerer Euro (1,14 Dollar) und das bevorstehende Referendum in Großbritannien könnten den deutschen Aktienmarkt noch etwas länger beschäftigen. Technisch betrachtet ist alles im Lot, solange der Unterstützungsbereich zwischen 10.112 Punkten und 200-Tage-Linie nicht gebrochen wird. Trader setzen der Stoppkurs für den Turbo-Optionsschein mit der WKN DG0LTL bei 10.030 Zählern.

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