DAX
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

DAX-Crash: Das ist der Grund – und das ist die Hoffnung

Kein schöner Wochenausklang. Der DAX verliert am Freitag über drei Prozent an Wert und fällt auf 9.900 Punkte. Es sind Sorgen um die Weltwirtschaft, welche den DAX unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gedrückt haben. Hinzu kommt, dass an diesem Freitag der sogenannte Hexensabbat ist: Der Verfall von Optionen und Futures an den Terminmärkten belaste die Kurse, sagte Händler Markus Huber vom Londoner Investmenthaus Peregrine & Black.


Da die US-Notenbank (Fed) die Leitzinsen am Vorabend auf ihrem historischen Tief belassen habe, sei die Ungewissheit nun noch größer geworden, begründeten mehrere Börsianer die Verluste am Aktienmarkt. Eigentlich kommen niedrige Zinsen Aktien zugute, weil Anlagealternativen wie Anleihen derzeit kaum Rendite bringen. Die Fed habe mit ihrer Entscheidung und ihren Aussagen nun aber "die Sorgen um den Zustand der Weltwirtschaft und vor allem um China wieder angefacht", sagte Händler Richard Perry von ETX Capital.

Heftige Schwankungen

Händler Huber sieht einen Großteil der Verluste im Dax allerdings dem "Hexensabbat" geschuldet. "Letztlich hat sich ja fundamental nichts geändert." Vom "Hexensabbat" oder auch "großen Verfall" wird gesprochen, wenn an den Terminbörsen Futures und Optionen auf Aktien und Indizes auslaufen, was sich oft in vermeintlich grundlosen und zum Teil heftigeren Schwankungen am Aktienmarkt auswirkt.


Trotz des Rückschlages – die Chance auf eine positive Entwicklung der Börsen bis zum Jahresende ist weiterhin gegeben. DER AKTIONÄR listet mehrere Punkte auf, die gerade jetzt für steigende Kurse sorgen dürften. Mehr dazu in der neuen AKTIONÄR-Ausgabe ab Sonntag.


(mit Material von dpa-AFX)

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