DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX-Beben – wie tief geht es runter?

Nach den Zinsentscheidungen in den USA und Japan wird der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag wieder ganz schwach in den Handelstag starten. Kurz nach Eröffnung notiert der XDAX etwa 150 Punkte unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Es drohen der Bruch einer wichtigen Unterstützung und damit weitere Kursverluste.

Eine statt zwei?

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) hat nach zweitägigen Beratungen wie erwartet das Zielband für die Federal Funds bei 0,25 bis 0,50 Prozent belassen. Für die kommenden Monate werden auch wie zuletzt weiterhin graduelle Leitzinserhöhungen in Aussicht gestellt, doch mittlerweile rechnet nur noch vier von zehn stimmberechtigten Ausschussmitgliedern mit zwei Anpassungen in diesem Jahr. Im April waren es noch neun gewesen.

Auch in Japan werden die Währungshüter die Geldschleusen vorerst nicht weiter öffnen. Die asiatischen Börsen reagierten mit Kursverlusten, der Nikkei sackte zeitweise um mehr als 500 Zähler ein. Erschwerend für den japanischen Leitindex kam ein starker Yen hinzu, der auf ein neues Mehrjahreshoch gestiegen ist.

Konjunktursorgen + Brexit-Angst

Am Morgen treffen somit neue Sorgen um Weltwirtschaft und die Angst vor einem Brexit aufeinander. Dieses Gemisch setzt den deutschen Aktienmarkt gehörig unter Druck, was angesichts der DAX-Indikationen zu einem Bruch der Unterstützung bei 9.500 Punkten führen wird. Besorgniserregend ist mittlerweile vierte Abwärtsgap innerhalb von fünf Handelstagen, das der deutsche Leitindex ausbilden wird.

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Sollte dieses Verkaufssignal bestätigt werden, rücken die alten Tiefs zwischen 9.314 und 9.338 Punkten in den Fokus. Mittlerweile ist nicht auszuschließen, dass diese Marke am morgigen "Hexensabbat" (großer Verfallstag an den Terminbörsen) sogar noch unterschritten wird. Wäre dem der Fall, müssen sich die Anleger hierzulande wohl auch mit der 9.000-Punkte-Marke beschäftigen.

Short laufen lassen!

DER AKTIONÄR ist seit Montagmorgen short im DAX (Kaufkurs 9,04 Euro). Der Stoppkurs für den Schein mit der WKN DG9R2L wurde bei 9.840 Punkten respektive 7,50 Euro platziert. Investierte Anleger ziehen den Stopp jetzt auf 9.650 Punkte oder 9,40 Euro nach.

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