DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX: Alarmstufe Rot

Am deutschen Aktienmarkt dominieren auch zur Wochenmitte die roten Vorzeichen. Nach Handelskrieg und Türkei-Krise sei es der starke Verfall des Chinesischen Yuan, der Anlegern Kopfschmerzen bereite. Inzwischen hat der DAX den langfristigen Aufwärtstrend gebrochen und damit ein neues starkes Verkaufssignal generiert. Es drohen noch stärkere Kursverluste.

Während sich die Lage bei der Lira entspannt, bricht der chinesische Yuan auf ein neues Mehrjahrestief zum Dollar ein. "Nach dem Türkei-Schock droht jetzt ein China-Schock für den deutschen Aktienmarkt", sagt beispielsweise Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Tatsächlich werden an den Devisenmärkten knapp sieben Yuan für einen Dollar bezahlt, so viel wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr.

Zwar verbessere diese Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Waren auf dem Weltmarkt und federe die Belastungen durch die US-Strafzölle ab, sagte Stanzl. Aber viele Anleger interpretierten sie als Vorzeichen eines abrupten Endes des chinesischen Aufschwungs.

Langfristiger Aufwärtstrend wackelt

Ein Blick auf den langfristigen Chart verrät, dass der DAX aktuell den seit 2009 gültigen Aufwärtstrend gebrochen hat - wenn auch noch nicht nachhaltig. Dann wäre eine endgültige Trendumkehr und ein stärkerer Kursrückgang wahrscheinlich. Die 12.000-­Punkte-Marke sowie das Jahrestief bei 11.700 Zählern dürften dann nur schwer zu halten sein.

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Die Hoffnung ruht auf dem Euro, dass der eventuell noch etwas nachgibt und damit die Aktienkurse der exportorientierten deutschen Blue Chips gestützt werden. Auch das Türkei-Thema dürfte nicht ewig anhalten. Andererseits könnte der Ifo-Index bald unter 100 Punkte fallen und damit die Verunsicherung unter den Anlegern verstärken (Veröffentlichung am 27. August).

Sollte der DAX auf dem aktuellen Niveau schließen, wird aller Voraussicht nach am Donnerstag eine Short-Position eröffnet. Abonnenten erhalten alle wichtigen Informationen im E-Paper des neuen AKTIONÄR beziehungsweise per E-Mail-Update.

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