- Benedikt Kaufmann

Diese Zusammenarbeit sorgt für eine Top-Performance:

Gebert-Indikator und TSI-Prinzip – das Börsenindikator-Zertifikat verbindet das Beste zweier Welten.

DER AKTIONÄR: Herr Gebert, ihr Börsenindikator hat in der Krise genau zum richtigen Zeitpunkt ein Kaufsignal geliefert. Seitdem ist der DAX steil angestiegen. Wie kann der Leser am besten von ihrer Strategie profitieren?

Thomas Gebert: Nun, die Strategie gibt es ja fertig zu kaufen. Es sind allerdings nicht mehr die Börsenindikator-Zertifikate von Merrill Lynch. Merrill Lynch hat sich komplett vom Privatkundengeschäft zurückgezogen. Die beiden Börsenindikator-Zertifikate waren die letzten Produkte, die sie vom Markt genommen haben. Das eine wurde zu 254 Euro ausbezahlt und das andere zu 188 Euro. Zu 100 waren sie emittiert worden.

Aber es gibt ja inzwischen ein neues Börsenindikator-Zertifikat von Morgan Stanley (WKN: MF04W6). Das hat sich auch bereits sehr gut entwickelt. Seit dem Start im Dezember 2016 konnte es 31 Prozent zulegen, während der DAX nur 22 Prozent klettern konnte. Im Vergleich zu dem Merrill-Lynch-Börsenindikator-Zertifikat, das in den Rot-Phasen des Indikators Bargeld hielt und in den Grün-Phasen im DAX investiert war, ist das neue Produkt etwas weiterentwickelt worden. In den Rot-Phasen investiert es 20 Prozent in Gold, geht zu 20 Prozent den DAX short und legt den Rest in Bundesanleihen an. Nach einem Kaufsignal des Börsenindikators investiert es nach dem TSI-Prinzip in die stärksten Aktien des HDAX. Das Zertifikat stellt damit eine ideale Kombination von zwei guten Strategien dar: Börsenindikator und TSI. Ich habe es selbst im Depot.

Wie geht es weiter? Lohnt sich ein Kauf denn noch nach dem starken Anstieg?

Wie Sie richtig sagen, ist der DAX schon ein gutes Stück gelaufen, vom Tiefpunkt über 1.200 Punkte hoch. In den nächsten Wochen sind auch mal wieder etwas schwächere Kurse denkbar. Aber die längerfristigen Aussichten stellen sich im Moment extrem günstig dar. Es hat sich unbemerkt eine Revolution ereignet. Die Unternehmensgewinne, vor allem in den USA, explodieren. Die Bewertung der Aktien richtet sich auf Dauer nur nach dem Zins und den Gewinnen der Unternehmen. Alle Nachrichten, die einlaufen, sind nur dahingehend relevant, wie sie eine dieser beiden Größen beeinflussen. Insofern ist das Gekasper um den Handelskrieg vernachlässigbar. Ich verstehe ohnehin nicht, warum sich die Amerikaner so darüber aufregen. Die kaufen für 500 Milliarden Dollar pro Jahr in der Welt ein und bezahlen mit frisch gedruckten Dollar. Auf den Trick wäre sogar der große Houdini neidisch.

Die operativen Gewinne der US-Unternehmen steigen im Moment mit einer Jahresrate von 30 Prozent! Mit den geschätzten Gewinnen für dieses Jahr wird der S&P mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwas über 16 und der Nasdaq mit etwas über 19 gehandelt. Von einer Übertreibung oder einem hohen Kursniveau in den USA kann also keine Rede mehr sein. Vor einem Jahr lag das KGV des Nasdaq noch bei 27. An beiden Größen gemessen war der US-Markt schon doppelt so teuer. Der Grund für diese, ja man kann es gar nicht anders nennen, explodierenden Unternehmensgewinne liegt nicht nur oder kaum an der Trump’schen Steuerreform: Die Margen der US-Unternehmen sind auf einen Rekordwert gestiegen. Das liegt daran, dass die Babyboomer mit ihren üppig dotierten Pöstchen in Rente gehen und die neu besetzten Stellen nur mit magerer Entlohnung versehen sind. Die US-Unternehmen durchlaufen im Moment eine vitalisierende Verjüngungskur, die obendrein noch immense Kosten einspart, weil die teuren Arbeitskräfte in Rente gehen. Dieser sich so ergebende Trend zu höheren Margen wird deshalb noch viele Jahre anhalten.

Gilt das auch für Deutschland?

In gewisser Weise ja. Die Verträge, die sich die Babyboomer in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts erkämpft, erstritten und ersessen haben, werden so heute nicht mehr abgeschlossen. Die in Rente gehenden Babyboomer bedeuten eine kolossale Entlastung der Unternehmen.

Dann sind Sie langfristig optimistisch für die Aktien?

Man muss es so sehen: Nicht in Aktien investiert zu sein ist auch ein Risiko. Bei einer vermuteten und am Terminmarkt gepreisten Inflationsrate in den nächsten zehn Jahren von durchschnittlich etwa 1,7 Prozent jährlich verliert der Anleger, der sein Geld bei null Zinsen auf dem Konto liegen hat, in zehn Jahren 16 Prozent der Kaufkraft seines Vermögens. Ich persönlich halte das Risiko, nicht investiert zu sein, für größer als das, investiert zu sein.

Vielen Dank für das Gespräch!

Hinweis auf potenzielle Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Herr Bernd Förtsch, Verleger und Eigentümer der Börsenmedien AG, hält mittelbar eine wesentliche Beteiligung an der FinTech Group AG, zu der auch der Onlinebroker flatex und die FinTech Group Bank AG gehören. flatex und die FinTech Group Bank AG profitieren über die Kooperation mit Morgan Stanley vom Anlageerfolg der Zertifikate.

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