Daimler
- Maximilian Völkl

Daimler-Aktie: Übertriebene Sorgen

Die Gerüchte um eine mögliche Beteiligung am Abgas-Skandal haben die Daimler-Aktie zuletzt wieder unter Druck gebracht. Sowohl in den USA als auch in Russland stand der Autobauer im Fokus. An der Börse setzt sich der Abwärtstrend beim DAX-Titel entsprechend fort.

Der Volkswagen-Skandal lässt der Automobilbranche weiterhin keine Ruhe. Daimler streitet zwar nach wie vor jede Art von Betrug ab. Dennoch gibt es immer wieder Vorwürfe, dass die Abgas-Werte auch bei den Stuttgartern manipuliert worden sind. In den USA wurde in der vergangenen Woche sogar eine Klage eingereicht. Am Mittwoch wurde dann bekannt, dass Daimler auch von den russischen Behörden zur Abgabe von Daten zu den Diesel-Motoren aufgefordert wurde.

Es erscheint zwar unwahrscheinlich, dass Daimler jetzt ein ähnliches Schicksal droht wie VW. Bei den Anlegern sind die jüngsten Nachrichten dennoch nicht besonders gut angekommen. Die Aktie setzte ihren Abwärtstrend seit dem Hoch im März 2015 fort. Seit Dezember hat sich die Talfahrt sogar noch einmal beschleunigt. Im Bereich zwischen 58 und 62 Euro scheint der Titel nun aber einen Boden ausbilden zu können. In diesem Fall könnte auch der Sprung aus dem Abwärtskorridor in Kürze gelingen.

Halten

Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt DER AKTIONÄR dabei: Im Bereich von 60 Euro ist die Daimler-Aktie kein Verkauf. Auf dem aktuellen Niveau sollten investierte Anleger an Bord bleiben. Mit einer Dividendenrendite von 5,1 Prozent und einem guten Chance-Risiko-Verhältnis stimmen die Aussichten, dass es bald zur Trendwende kommt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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