Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler-Aktie: Neukäufe zurückstellen

Die Nachfrage nach Kompaktwagen vor allem in Spanien und Frankreich treibt Daimlers Absatz in Europa weiter. Wie der Autobauer mitteilte, wurden auf dem Heimatkontinent im Juli 58.205 Mercedes-Benz verkauft - ein Plus von 7,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Grund dafür ist ein starkes Plus in Spanien (51,6 Prozent) und Frankreich (34,5 Prozent), wo die Kunden besonders viele Kompaktmodelle kauften. In Deutschland schwächelte der Absatz mit 22.427 Autos jedoch leicht. Insgesamt legte Daimler im Juli auf allen wichtigen Märkten zu. Der Absatz von Mercedes-Benz und Smart stieg um 10,5 Prozent auf 137.511 Autos. Damit war das Wachstum etwas schwächer als auf Jahressicht: Von Januar bis Juli waren die Verkäufe um 11,1 Prozent gestiegen.


In der Spur
Daimler fährt seit 2013 eine Modelloffensive. Die neue S-Klasse, die rentabelste Mercedes-Nobellimousine, und die aufgemotzte E-Klasse füllen derzeit die Kassen und treiben die Aufholjagd gegenüber der Konkurrenz im Premium-Segment der Autobauer voran. Bei den Quartalszahlen wurden die Erfolge sichtbar. Die Marge im Auto-Segment wurde auf 7,9 Prozent nach oben gefahren. Weiterhin gab Konzernchef Zetsche bekannt, im zweiten Halbjahr weiter an Tempo zuzulegen. Langfristig bleibt die Daimler-Aktie aussichtsreich. Nach wie vor sind die politischen Krisenherde dafür verantwortlich, wohin die Reise an den Börsen gehen wird. Dem kann sich auch die Daimler-Aktie nicht entziehen. Deshalb werden alle Neukäufe derzeit zurückgestellt. Blickt man auf den Zwei-Jahres-Chart, hat die Daimler-aktie jedenfalls noch Luft nach unten bis in den Bereich zwischen 57 und 58 Euro.

 

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