Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler-Aktie profitiert von möglicher Lösung im Zollstreit

Durchatmen. Autowerte standen am Donnerstag endlich wieder auf der Gewinnerseite im DAX. US-Botschafter Richard Grenell hat sich am Mittwochabend mit Daimler-Chef Dieter Zetsche, BMW-Manager Harald Krüger sowie VW-Chef Herbert Diess in Berlin getroffen.

Laut Handelsblatt habe Grenell eine Lösung im Streit um drohende Auto-Strafzölle angeboten.
Grenell habe erklärt, die USA seien bereit, auf Autozölle zu verzichten. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass auch Europa seine Zölle abschaffe.

Die EU erhebt derzeit Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Autos aus den USA. Als Reaktion darauf hatte US-Präsident Donald Trump der EU mit Zöllen in Höhe von 20 Prozent auf Autos und Autoteile gedroht. Die Spekulation auf ein Ende im Zollstreit hat den Autowerten wieder Leben eingehaucht. Comeback-Chancen hat neben VW vor allem Daimler. Die Aktie ist nach der Gewinnwarnung besonders stark unter die Räder gekommen.

Der internationale Zollstreit sorgte in den letzten Wochen für Unsicherheit. Eine Lösung könnte nun aber in Sicht sein. Die Sorgen in puncto niedrigerer Gewinnmargen im Vergleich zu Konkurrenz, Dividenden und der Schuldenquote sollten im Aktienkurs von Daimler eingepreist sein.

Die Unterstützung von Oktober 2014 bei 58,50 Euro hat gehalten. Aus Trading-Sicht kann die Daimler-Aktie in den Bereich zwischen 59 Euro und 62 Euro klettern. Bei 60 Euro liegen erste stärkere Widerstände, bei rund 62 Euro verläuft die 38-Tage-Linie.

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