Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler: Höhere Dividende - Spekulationen um Ex-Vorstand Renschler halten an

Letztes Jahr stand Dieter Zetsche noch auf der Kippe. Aber, der Daimler-Vorstand Zetsche hat längst eingelenkt, neue Deals in China eingefädelt und die neue C-Klasse ins Rennen geschickt. Die soll dazu beitragen, die Margen weiter anzukurbeln. Überhaupt sollen im laufenden Jahr neue Modelle die Aufholjagd auf Audi und BMW beschleunigen. Zetsche jedenfalls formuliert ein klares Ziel: "Wir wollen Ende des Jahrzehnts wieder ganz vorne sein", so der Daimler-Chef gegenüber dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen.

Gute Zahlen
Helfen sollten dabei die Zahlen für das vierte Quartal 2013: Der Autobauer konnte die Erwartungen übertreffen. Beim operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft kam der Konzern auf 7,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Erwartet hatten die Stuttgarter nach einem schwierigen Jahresstart mit Gewinnwarnung aber lediglich mit 7,5 Milliarden Euro. Der Umsatz im vierten Quartal 2013 betrug 32,9 Milliarden Euro. Die Analysten hatten nur mit 32,1 Milliarden gerechnet. Darüber hinaus schlägt Daimler sogar eine höhere Dividende von 2,25 Euro (Vorjahr: 2,20 Euro) je Aktie vor.

Der Haken
Einziges Problem: Angesichts der Spekulationen um einen möglichen Wechsel des scheidenden Produktionschefs Andreas Renschler zu Volkswagen könnte diese gute Entwicklung komplett in den Hintergrund treten. Seit die Schwaben vor wenigen Tagen  vom Ausscheiden des langjährigen Nutzfahrzeug-Chefs berichtet hatten, deutet alles auf einen Wechsel Renschlers zum Rivalen VW hin. Dort könnte er sich wieder um Lastwagen kümmern und die Nutzfahrzeug-Sparte der Wolfsburger mit ihren drei Marken auf Touren bringen. Damit würde er seinem alten Arbeitgeber kräftig Konkurrenz machen. Auch wenn beide Konzerne die Personalie nicht näher kommentieren, scheint es dem Vernehmen nach fast nur noch um den Zeitpunkt des Wechsels zu gehen.



Trend intakt
Die Daimler-Aktie ließ sich von der uneinheitlichen Gesamtmarktstimmung kaum anstecken. Die Konsolidierung lief bislang planmäßig, das Papier korrigierte bis auf die ansteigende 90-Tage-Linie. Der seit April 2013 ausgebildete Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Schwache Tage bleiben Kauftage!



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