Daimler
- Maximilian Steppan - Volontär

Daimler-Aktie: Kurse über 100 Euro möglich, aber wann startet die Gegenbewegung?

Nachdem die Daimler-Aktie in der vergangenen Handelswoche bei 59,16 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hat, dürften die jüngst veröffentlichten Absatzzahlen des chinesischen Automarkts das Papier beflügeln. Zudem traut ein Analyst aus dem Hause JPMorgan dem Titel sogar dreistellige Kurse zu.

Zu Jahresbeginn haben die Autoverkäufe in China kräftig zugelegt, allerdings nicht mehr ganz so dynamisch wie zum Ende des Vorjahres. Im Januar lag das Plus dem Branchenverband China Passenger Car Association (CPCA) im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 13,5 Prozent auf 2,35 Millionen Wagen.

Schon im vergangenen Jahr war Chinas Automarkt dank massiver Steuererleichterungen deutlich gewachsen, alleine im Dezember um 16,9 Prozent auf 2,36 Millionen Wagen. Dank des starken Jahresendspurts lag das Absatzplus über das Jahr gesehen bei 8,5 Prozent auf 20,6 Millionen Stück. Nachdem im Sommer das Wachstum des weltgrößten Automarkts deutlich nachgelassen hatte, hatte die Regierung ab Oktober die Mehrwertsteuer für Autos mit einem Motor von höchstens 1,6 Liter Hubraum gesenkt. Seitdem zogen die Verkaufszahlen wieder deutlich an.

Kursziel 112 Euro

Zudem hat sich noch JPMorgan-Analyst Jose Asumendi zu den Q4-Zahlen geäußert. Asumendi hat die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 112 Euro belassen. Das Zahlenwerk habe ein gemischtes Bild gezeigt, schrieb der Experte in einer Studie. Das operative Ergebnis sei höher ausgefallen als von ihm gedacht, habe aber im Rahmen der Markterwartungen gelegen. Die Margen hätten die Erwartungen indes verfehlt.

Gegenbewegung?

Die Autowerte wie Daimler performten in den vergangenen Monaten nicht gut. Doch mit den China-Absatzzahlen im Rücken sollte das Papier zumindest eine Gegenbewegung starten. Denn Daimler erzielt immerhin ein Zehntel seines Umsatzes in China. Im aktuellen Kursbereich zwischen 60,00 und 62,50 Euro versucht die Aktie nun einen Boden auszubilden. Neukäufe sollten im weiterhin schwachen Marktumfeld aber noch zurückgestellt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Helmut Niemeyer -
    Naja Mercedes hat gemäß. DUH augenscheinlich auch ein massives Problem bzgl. seiner Dieselmotoren. Unter 10 Grad Plus wird die Abgasnachbehandlung massiv eingeschränkt. Daimer begründet dies mit einem Bauteilschutz. Rechtlich eine Grauzone aufgrund der EU-Verordnung 715/2007/EG die Abschaltvorrichtungen verbietet. .Der betroffene Mercedes 2,1-Liter-Vierzylinderdiesel vom Typ OM 651 ist bei den Schwaben in unzähligen Fahrzeugen verbaut. Der beliebte und anerkannt sparsame Antrieb steht in verschiedenen Leistungsstufen bis hin zur BlueTec-Ausführung als 200 CDI, 220 CDI und 250 CDI mit bis zu 204 PS in den Baureihen A-, B-, C-, E-, S-, GL-, ML-, CLA-, GLA-, und CLS-Klasse sowie der V-Klasse, Viano, Vito und Sprinter zur Wahl.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 2 Kommentare

Daimler: Da ist noch reichlich Luft nach oben

Die Aktie des Stuttgarter Autobauers Daimler zählt im frühen Handel mit einem Plus von 1,6 Prozent zu den stärksten DAX-Titeln. Geht es nach den Experten von Baader-Helvea, so hat der DAX-Titel noch reichlich Luft nach oben. Sie sehen das Kursziel bei 85,00 Euro. Kein Wunder, angesichts der enormen … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Daimler: „Was hat dich so ruiniert?“

Die Fachleute von Focus Money fragen sich, ob die charttechnische Unterstützung bei 56 Euro hält. Daimler wird schließlich in den USA wegen angeblich erhöhter Abgaswerte verklagt, was die Notierung stark sinken ließ. Andererseits läuft es im Kerngeschäft, also bei der Pkw-Marke Mercedes-Benz, … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Daimler: Raus aus dem Depot

Die Verantwortlichen für das Musterdepot des Hanseatischen Börsendienst haben die Aktie von Daimler mit einem Kursminus von zehn Prozent ausgebucht, nachdem die Notierung den absichtlich eng gesetzten Stoppkurs von 58 Euro unterschritten hat. Zwischenzeitlich buchten die jedoch einen hohen … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Daimler: Jetzt ist es vorbei

Die Sachkenner der Euro am Sonntag verweisen auf die Schwierigkeiten der Sparte Daimler Trucks in Märkten wie Brasilien, der Türkei oder Indonesien. Deshalb sind für dieses Segment die Jahresziele gesenkt worden, wobei Absatz und Gewinn nun deutlich niedriger sein dürften als im Jahr 2015. Die … mehr