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Daimler: Gute Q3-Zahlen, reduzierter Ausblick - geht’s jetzt weiter nach oben?

Bei solchen Zahlen kann sich Dieter Zetsche ruhig weit aus dem Fenster lehnen. „Daimler hat im dritten Quartal wieder Rekordergebnisse eingefahren. Wir werden das Jahr 2016 zu einem weiteren erfolgreichen Jahr für Daimler machen“, sagt der Vorstand des Autobauers. Zetsche und sein Team haben mit den Zahlen für das dritte Quartal erneut Aktionäre und Analysten zufrieden gestellt. Erwartet wurde ein Umsatz von 38,4 Milliarden Euro. Daimler hat 38,8 Milliarden Euro geliefert. Das Nettoergebnis lag bei 2,73 Milliarden Euro. Die Analysten erwarteten im Vorfeld 2,37 Milliarden Euro. Sehr gut entwickelt sich nach wie vor die Marge im Autosektor. Diese lag im dritten Quartal bei 11,8 Prozent. Die Erwartungen waren bei 10,9 Prozent.

Erwartungen runter

Einzig und allein der Ausblick bereitet etwas Kopfschmerzen: Der Autobauer Daimler nimmt wegen einer Schwäche in Nordamerika seine Erwartungen an Absatz und Umsatz für den Konzern zurück. Bei den Erlösen rechnet Daimler nun nur noch mit dem Vorjahreswert von etwa 150 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte. Der gesamte Absatz von Autos und Lastwagen werde nur noch leicht über dem Vorjahreswert liegen - zuvor hatte Daimler hier mit einem deutlichen Plus gerechnet.

Halten!

Die Strategie stimmt. Mit dem EQ hat der Autobauer auf dem Autosalon in Paris einen echten Hingucker präsentiert. 2019 wird der Autobauer seine Elektroflitzer ausrollen. Mit einem 2017er-KGV von 8 und einer Dividendenrendite von rund fünf Prozent hat die DAX-Aktie weiterhin Luft nach oben. Einzig und alleine die reduzierten Umsatzerwartugen werden den Anlegern nicht schmecken. Von kurzen Rücksetzern sollten sich Anleger nicht aus der Ruhe bringen lassen. Grundsätzlich bleibt es dabei:

Aus charttechnischer Sicht ist die Ampel weiterhin Grün. Mit dem Sprung über die 65-Euro-Marke wäre der Weg in Richtung des Hochs vom 21. April bei 66,95 Euro geebnet.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

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