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Daimler: Gute Zahlen, Jahresziele sollten erreicht werden – ein guter Zeitpunkt für den Kauf der Aktie?

Rekordverkäufe haben den Autobauer Daimler im zweiten Quartal angetrieben. Der Umsatz kletterte mit einem Plus von drei Prozent auf 38,6 Milliarden Euro allerdings etwas schwächer als von Analysten erwartet. Unterm Strich wuchs der Gewinn um 7 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Rückstellungen für den Rückruf von Autos mit Tataka-Airbags und für "Aufwendungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren" verhinderten einen noch deutlicheren Anstieg. Am Dienstag war dem Autobauer von der EU-Kommission eine Strafe von gut einer Milliarde Euro für ein Lkw-Kartell mit fünf anderen Lkw-Herstellern aufgebrummt worden.

Marge im Auto-Geschäft fällt

Einziges Manko: Die Gewinnkraft des Konzerns im Autogeschäft ließ im Jahresvergleich etwas nach. Die operative Marge in der Pkw-Sparte, also der Anteil des operativen Gewinns (Ebit) am Umsatz, lag bei 6,4 Prozent und damit mehr als vier Prozentpunkte unter dem Vergleichswert ein Jahr zuvor. Zuletzt hatten unter anderem Anlaufkosten für die neue E-Klasse den Wert gedrückt. Das erklärte Ziel von Daimler ist hier ein Wert von 10 Prozent.

3-Jahres-Tief

Aktuell sind es minus 38,8 Prozent seit dem Hoch von 96,07 Euro im März 2015. Rund 39 Milliarden Euro an Firmenwert wurden binnen 16 Monaten vernichtet. Des Weiteren hagelte es Abstufungen der Analysten. wenn alle zum Verkauf trommeln, könnte ein guter Zeitpunkt gekommen sein, die Aktie einzusammeln, oder zumindest einen Fuß in die Tür zu stellen. Das Ende des Ausverkaufs könnte mit der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal erfolgt sein.

Die Papiere von Daimler und BMW fielen am 06. Juli auf ein neues 3-Jahres-Tief von 51,20 Euro beziehungsweise 63,38 Euro zurück. Wie passt das alles zusammen?

Nun, die gesamte Autobranche steht vor einem radikalen Wandel, vor disruptiven Veränderungen. „Am Horizont werden immer deutlicher die Umrisse einer neuen, anderen Automobilität, die die bisherigen Geschäftsmodelle der Automobilindustrie ablösen könnte“, sagt Stefan Bratzel vom Center of Automotive.

Wird endlich der Abwärtstrend geknackt?

DER AKTIONÄR hat in 27/2016 für Daimler zwei Abstauberlimits bei 52,70 Euro sowie 50,80 Euro empfohlen! Das erste ging auf. Wer dadurch zum Zug gekommen ist, bleibt investiert und sichert seine Position mit einem Stopp auf Einstandsniveau ab. Auch auf dem aktuellen Niveau ist sowohl bei Daimler als auch bei BMW eine Anfangsposition durchaus vertretbar. Der Stoppkurs sollte auch hier zehn bis 15 Prozent unter dem Einstand gesetzt werden. Wird der Ausbruch der Daimler-Aktie aus dem Abwärtstrend bei 58,25 Euro bestätigt und ein neuer Aufwärtstrend etabliert, wird die Position prozyklisch ausgebaut.

 

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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