Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Daher sollte man Gazprom-Aktien verkaufen!

Über kaum eine Aktie wird in den Börsenforen derart heiß diskutiert wie über Gazprom. Sollte man die niedrigen Kurse im Zuge des jüngsten Kursrutsches nun zum Einstieg nutzen oder wird sich die Talfahrt fortsetzen? DER AKTIONÄR zeigt die Gründe auf, weshalb man jetzt vorsichtig sein sollte.

Kundenschwund in Europa

Westeuropa wird sich über kurz oder lang unabhängiger von russische Gasimporten machen müssen. In naher Zukunft komplett ohne Gas aus den Weiten Sibiriens auszukommen, ist zwar vorerst eine Utopie. Die Krim-Krise scheint viele Regierungen in Europa allerdings zumindest zum Umdenken veranlasst zu haben. Für Gazprom wäre das bitter: Denn mehr als die Hälfte der Erlöse werden mit westeuropäischen Kunden erzielt.

Staat hält die Mehrheit

Der mächtige Gasriese muss sich angesichts der Aktienmerhheit des Staates dem Willen des Kreml beugen. So werden Gazprom mitunter Preisnachlässe aufgedrückt – und das nicht nur für den russischen Heimatmarkt und damit das Wahlvolk Putins. Die Ukraine wurde beispielsweise unter dem pro-russischen Präsidenten Janukowitsch zu einem Preis von nur 268,50 Dollar versorgt, der ein Drittel unter den Preisen für Westeuropa lag. Zudem sind Staatskonzerne meist unproduktiver als private Firmen.

Mehr im aktuellen Heft

Weitere Gründe, weshalb man jetzt verkaufen sollte sowie fünf Gründe, die klar für die Gazprom-Papiere sprechen, finden Sie in der aktuellen Ausgabe 15/2014. Hier bequem als ePaper erhältlich.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 2 Kommentare

Gazprom: Betrug an den Investoren?

Mit der zuvor stark gelaufenen Aktie des russischen Erdgasriesen Gazprom ging es in der Vorwoche deutlich bergab. Neben der leichten Korrektur des Ölpreises, der über kurz oder lang meist auch die Gaspreise beeinflusst, kam eine Entscheidung des Unternehmens bei Analysten ganz schlecht an. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Es läuft

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom steuert weiter in hohem Tempo auf einen neuen Absatzrekord für das laufende Jahr zu. So gab der halbstaatliche Konzern nun bekannt, dass der Gasabsatz in der Türkei zwischen dem 1. Januar und dem 13. November um satte 21,7 Prozent auf 24,8 Milliarden … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Das Ende von Nord Stream 2?

Gegenwind für Gazprom: Die EU-Kommission hat nun errechnet, dass wegen einer erwarteten Verringerung des Erdgasverbrauchs in Europa Nord Stream 2 angeblich gar nicht mehr gebraucht werde. Mit dieser abenteuerlichen Rechnung steht die Kommission zwar unter Energieexperten ziemlich alleine da, könnte … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Startschuss für die Jahresendrallye

Der Ölpreis ist auf ein Zwei-Jahreshoch geklettert. Dies hilft auch der Aktie des Erdgasproduzenten Gazprom. Denn in der Regel folgt der Gaspreis dem Ölpreis mit einigen Monaten Verzögerung, zudem hilft es der Öl-Tochter Gazpromneft. Kein Wunder also, dass die Gazprom-Aktie ein neues Kaufsignal … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Der Optimismus steigt weiter

Nachdem die Aktie von Gazprom über einige Monate hinweg stark gebeutelt worden ist, hat sich der Kurs vor wenigen Wochen wieder gefangen. Rückenwind erhalten die Anteilscheine des weltgrößten Erdgasproduzenten nun auch von einigen Analysten, die ihre Einschätzungen anpassen – zur Freude der … mehr