Zalando
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Crash: Zalando-Aktie mit Gegenwind aus England; Manz gewinnt

War es das schon mit der Rallye der Zalando-Aktie? Schlechte Nachrichten eines Wettbewerbers haben das Papier am Mittwoch mit minus 6,26 Prozent ans SDAX-Ende gedrückt. Grund: Der britische Online-Modehändler Boohoo musste die Ergebniserwartungen des Marktes dämpfen. Wegen eines geringer als erhofften Umsatzwachstums würden auch die aktuellen Gewinnprognosen im Gesamtjahr nicht erreicht, hieß es.

DER AKTIONÄR im DAX-Video zu Zalando und Manz:

 

Händler verwiesen auch auf negative Analystenkommentare zu Boohoo.com am Morgen. Die Experten der Citigroup rechneten mit einem Rückgang der durchschnittlichen Umsatzerwartungen am Markt um rund 30 Prozent. Jefferies habe von einem schmerzhaften Zwischenbericht gesprochen, nachdem das untypische Wetter im dritten Quartal und auch große Rabatte Wettbewerbsvorteile aufgezehrt hätten.

Die Boohoo-Aktie rutschte zuletzt in London um fast 37 Prozent ab. Das Rekordtief wurde im frühen Geschäft mit einem Minus von 45,10 Prozent bei 21 Pence markiert. Für die Aktionäre der ersten Stunde ging im Vergleich zum Ausgabepreis der Papiere von 50 Pence im vergangenen März mehr als die Hälfte des Marktwertes verloren.
Auch das englische Zalando-Pendant Asos kämpft mit der zunehmenden Konkurrenz und immer schwächeren Margen beim Verkauf von Schuhen und Kleidung über das Internet.


Aktie meiden!
Zalando selbst hatte zuletzt einen Mini-Gewinn auf Quartalsbasis ausgewiesen, der Umsatz war um 24 Prozent gewachsen. Das 2015er-KGV liegt bei hohen 65. DER AKTIONÄR hält das Geschäftsmodell weiterhin für nicht originell genug, um die hohe Bewertung rechtzufertigen. Die Aktie sollte gemieden werden.
(Mit Material von dpaAFX)

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