Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Das unfassbare Comeback von Deutschlands heißester Bank-Aktie

Die Commerzbank-Aktie ist mit einem Kraftakt innerhalb von nur wenigen Tagen über die Marke von 13 Euro geklettert und notiert jetzt wieder über dem neun Monate gültigen Aufwärtstrend. Damit hat die Aktie ein Kaufsignal geliefert. Kepler Cheuvreux sieht aber schwarz für den Titel.

Kepler-Cheuvreux-Analyst Dirk Becker stuft die Commerzbank-Aktie nach Medienberichten über Gebote für ein spanisches Immobilienkredit-Portfolio weiterhin mit „Reduzieren“ ein. Das Kursziel lautet weiter auf neun Euro. Den Berichten zufolge liegt das höchste Gebot für das nominal insgesamt 4,1 Milliarden Euro Portfolio der Bank bei drei Milliarden Euro, schrieb Becker in einer Studie vom Mittwoch. Nachdem die Commerzbank im Februar einen ersten Teil ihrer Problemkredite verkauft habe, dürfte sich der Verlust der Bank damit auf insgesamt 650 Millionen Euro belaufen und seine Schätzung von 300 bis 500 Millionen Euro bei Weitem übertreffen. Diese Nachricht sei somit keinesfalls positiv zu sehen.

Hängepartie bald beendet?

Die Anleger lassen sich von der Analyse die Kauflaune nicht verderben. Die Commerzbank-Aktie gewinnt am Mittwoch 1,6 Prozent auf 13,02 Euro. Ein Händler begründete das mit einem Bericht, demzufolge die Hängepartie über die von Banken lange ersehnten Vorgaben für die Ausgabe von hybriden Kapitalinstrumenten bald beendet sein könnte.

Nach Informationen der Börsen-Zeitung haben sich die Finanzminister von Bund und Ländern darauf verständigt, dass sich die Regeln für Hybridanleihen an denen im Ausland orientieren werden. Zinszahlungen auf diese Anleihen sollen demnach steuerlich begünstigt als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können.

Dabei bleiben

Die charttechnische Situation bei der Commerzbank hat sich deutlich verbessert. Sollte sich der Bruch des Aufwärtstrends von unten als nachhaltig erweisen, sind kurzfristig weitere Kursgewinne wahrscheinlich. Die Aktie könnte schnell in Richtung 14 Euro laufen. Hier wartet ein hartnäckiger Widerstand. Sollte er überwunden werden, sind mittelfristig Kurse um 16 Euro drin. Investierte Anleger bleiben dabei und setzen den Stoppkurs bei 11,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Zweistellige Kurse? Na klar!

Die Rechtspopulistin Marine Le Pen und der Linke Jean-Luc Mélenchon in der Stichwahl um die französische Präsidentschaft: Das war das Horrorszenario für die Märkte, denn beide halten wenig vom Euro und der EU. Doch die Franzosen haben in der Vorwahl den wirtschaftsliberalen Emmanuel Macron als … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank auf Kurs: Alles für das Wachstum

Im Niedrigzinsumfeld ist das Privatkundengeschäft nur profitabel zu betreiben, wenn die Auslastung der nötigen Infrastruktur hoch ist. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat die Commerzbank das frühzeitig erkannt und setzt voll auf Wachstum. Bis 2020 sollen zwei Millionen Neukunden im Kerngeschäft … mehr