Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Aktien geben Gas

Die Meldung rattert soeben über die Ticker: „Athen arbeitet unter Hochdruck an Sparprogramm“. Nach Informationen der Athener Finanzpresse sieht das Paket erhebliche Mehrbelastungen der Tourismusbranche vor. So solle die Mehrwertsteuer im Bereich Hotellerie von 6,5 auf 13 Prozent und im Gastronomiebereich von 13 auf 23 Prozent steigen, berichtete das Blatt "Naftemboriki". Das Reformpaket habe einen Wert von zehn bis zwölf Milliarden Euro, die sich durch Einsparungen und Mehreinnahmen ergeben.

Die First zur Vorlage der Reformen endet nach Angaben der EU-Kommission um Mitternacht. Falls es kein vollständiges Paket aus Athen gebe, drohten große Schwierigkeiten, erklärte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici. Falls die Reformen hingegen ausreichten, sei es möglich, mit den Geldgebern zu einer Vereinbarung zu kommen.

Der Aktienmarkt geht offenbar von Letzterem aus. Der DAX gewinnt am Donnerstagmittag 1,8 Prozent auf 10.941 Punkte. Zu den Top-Gewinnern zählen Commerzbank und Deutsche Bank. Die Aktien waren zuvor stärker unter die Räder gekommen als der Gesamtmarkt, obwohl sich die Belastungen der Institute beim Grexit in Grenzen halten würden. Das Exposure der Deutschen Bank in Griechenland belief sich zum Ende des ersten Quartals 2015 auf 528 Millionen Euro, die Commerzbank ist noch mit 300 Millionen Euro in Griechenland investiert.

Stopps beachten

Wenn der Grexit kommt, wird der Aktienmarkt aller Wahrscheinlichkeit absacken. Wer also auf Nummer sicher gehen will, wartet erst mal den Sonntag ab, wenn der nächste Krisengipfel stattfindet. Wer Deutsche Bank und Commerzbank im Depot hat, beachtet den Stopp bei 24,50 Euro beziehungsweise 10,80 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr