Commerzbank
- Maximilian Völkl

Commerzbank: Schlechte Nachrichten überwiegen

Nach anfänglichen Gewinnen zählt die Commerzbank-Aktie am Donnerstag inzwischen zu den schwächsten Werten im DAX. Die britische Investmentbank Barclays hat ihr Votum auf „Underweight“ belassen. Da halfen auch die guten Zahlen der Online-Tochter Comdirect nicht.

Barclays hat die Einstufung für die Commerzbank auf „Underweight" bestätigt. Laut Analyst Simon Samuels habe der Markt in seiner Bewertung des europäischen Bankensektors eine Normalisierung der Kreditausfälle sowie um 15 Prozent höhere Analystenschätzungen für die Jahre 2014 bis 2016 bereits eingepreist. Die Commerzbank gehört zu den am wenigsten präferierten Werten des Experten. Ihre Bewertung sei zwar niedrig, das gelte aber auch für ihre Eigenkapitalrendite. Kreditausfälle, hohe Finanzierungskosten und das Filialnetz stellten weiterhin eine Belastung dar.

Starke Tochter

Positiv waren hingegen die Quartalszahlen der Tochtergesellschaft Comdirect. Aktive Anleger haben der Online-Bank einen starken Jahresauftakt beschert. Die Einnahmen der Bank kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp zwei Prozent auf 88,9 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis wuchs im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent auf 24,1 Millionen Euro. Davon blieben unter dem Strich 17,9 Millionen Euro übrig, drei Prozent mehr als vor einem Jahr.

Seitwärts

Die Aktie der Commerzbank hängt nach wie vor im Seitwärtstrend fest. Ein starkes Kaufsignal wird erst generiert, wenn der bedeutende Widerstand bei 14 Euro nachhaltig überwunden wird. Dann dürften auch Kurse im Bereich von 16,00 bis 16,50 Euro möglich sein. Enttäuschen die Quartalszahlen am 7. Mai jedoch, gerät der Stoppkurs des AKTIONÄR bei zwölf Euro wieder in Gefahr.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Ausgestoppt!

Das Referendum in Italien wirft seine Schatten voraus: Am nächsten Sonntag stimmen die Südländer über eine Verfassungsreform ab und damit über die politische Zukunft von Premier Matteo Renzi. Scheitert die Abstimmung, könnte Renzi zurücktreten. Die eurokritische Partei 5-Sterne liegt derzeit in … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Hier winken satte Gewinne

Die Commerzbank erfindet sich gerade neu. Mit den Zahlen zum abgelaufenen Quartal hat CEO Martin Zielke gezeigt, dass die Bank auf einem guten Weg ist. Eine Fusion mit dem Kundengeschäft stehe derzeit nicht auf der Agenda, so Commerzbank-Vorstand Michael Mandel gegenüber dem Handelsblatt. Vielmehr … mehr