Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Jetzt wird's ernst

Die Commerzbank-Aktie notiert im frühen Handel deutlich im Minus. Grund ist die Angst der Anleger vor einer Eskalation der Situation in der Ukraine. Kaufargumente sind rar geworden. Charttechniker sind alarmiert: Der Aufwärtstrend der Commerzbank-Aktie ist ernsthaft in Gefahr.

Nichts hasst die Börse mehr als Unsicherheit. Russlands Präsident Putin hat die Anleger mit dem Einmarsch auf der Krim zutiefst verunsichert. Die internationale Gemeinschaft machte klar, dass sie die militärischen Drohungen aus Moskau nicht einfach so hinnehmen. Die sieben führenden Industrienationen der Welt (G7) setzten in der Nacht zum Montag alle Vorbereitungstreffen für den G8-Gipfel mit Russland im Juni in Sotschi aus. Kanzlerin Angela Merkel warf Putin in einem Telefonat vor, mit der "unakzeptablen russischen Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben".

Warten auf Draghi

Deutliche Kursschwankungen könnten in der neuen Woche auch einige bedeutende Konjunkturdaten auslösen. Laut der Commerzbank stehen am Montag der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China und der ISM-Index aus den USA besonders im Blick der Anleger. Zudem wird EZB-Chef Mario Draghi vor einem EU-Parlamentsausschuss sprechen. Analyst Gerhard Schwarz von der Baader Bank erhofft sich davon Hinweise auf mögliche geldpolitische Maßnahmen, die die Europäische Zentralbank am Donnerstag verkünden könnte.

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Charttechnik im Blick

Für Commerzbank-Aktionäre gilt es nun vor allem, die Charttechnik im Auge zu behalten. Am Montag rutscht die Aktie von Deutschlands zweitgrößter Bank unter den seit Juli gültigen Aufwärtstrend. Die Frage ist: Wird es einen nachhaltigen Trendbruch geben oder ein Fehlsignal? Das wissen wir erst in den kommenden Tagen. In der Vergangenheit hatte die Aktie immer mal wieder den Trend getestet – und hatte immer wieder in die Spur zurückgefunden.

Abwarten

Solange der Trend nicht nachhaltig gebrochen ist, sollten Commerzbank-Aktionäre dabei bleiben. DER AKTIONÄR empfiehlt einen Stopp bei 11,50 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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