Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank, Deutsche Bank und Co: Kurse unter Druck, Anleger im Stress - was sagen die Analysten?

Es sollte das Jahr der Banken werden, doch 2015 beginnt für die Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank da, wo 2014 endete: mit Verlusten. Als ein Grund wird im Markt die Sorgen vor dem Grexit genannt. Aber sind die Sorgen berechtigt? Und wie geht es weiter mit den Kursen?

Sie sind es nicht, meinen die Analysten von JPMorgan. „Das Exposure der europäischen Banken in Griechenland ist nicht besonders groß. Am höchsten ist Credit Agricole engagiert. Die Bank hält derzeit griechische Staatsanleihen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro.“ Das Griechenland-Exposure der Deutschen Bank beläuft sich auf 200 Millionen Euro, das der Commerzbank 300 Millionen Euro. Insgesamt sind die europäischen Banken laut JPMorgan mit rund fünf Milliarden Euro in Griechenland investiert.

Warten auf QE

Neben JPMorgan halten auch die Experten von Natixis die Sorgen um eine hohe Belastung der Banken wegen eines Grexits für übertrieben. Für positive Impulse könnte das QE-Programm der EZB sorgen, das möglicherweise in den kommenden Wochen beginnt. Zu den Top-Picks aus der Branche zählt die Deutsche-Bank-Aktie. Die Aktie sei ein Kauf.

Aktien haben Potenzial

Im Schnitt sehen die Analysten ein Kursziel von 30,43 Euro, was einem Kurspotenzial von 26,6 Prozent entspricht. 20 Experten sagen „Kaufen“, 17 „Halten“, nur acht Analysten raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel der Commerzbank-Aktie beläuft sich auf 12,61 Euro. Hier ist DER AKTIONÄR optimistischer. Einen positiven Gesamtmarkt vorausgesetzt, hat das Papier Luft bis 14 Euro. Der faire Wert der Deutschen Bank liegt bei 33 Euro. Die Stopps sollten bei 9,80 beziehungsweise 21,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Bravo, Martin!

Mit den Zahlen zum abgelaufenen Jahr hat Commerzbank-CEO Martin Zielke seine Kritiker verstummen lassen. Zwar schrumpfte das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr (1,08 Milliarden Euro) kräftig auf 279 Millionen Euro. Aufgrund des im Herbst 2016 eingeleiteten Konzern-Umbaus hatten Analysten im … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Zweistellige Kurse voraus

Die Commerzbank-Aktie kennt seit Jahreswechsel kein Halt mehr und hat bisher schon 19 Prozent zugelegt. Nachdem innerhalb der letzten drei Jahre bereits eine Million Neukunden gewonnen wurden, setzt die Bank auch für 2017 auf Wachstum. Der Konzern-Umbau scheint gut voranzukommen, am 9. Februar … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Kaufsignal dank Ziel 10.000

Das neue Jahr läuft für die Commerzbank bisher blendend: Die Aktie befindet sich in einem mittelfristign Aufwärtstrend und der Konzern-Umbau schreitet weiter voran. Doch die Bank ruht sich darauf nicht aus. Nachdem im Privatkunden-Geschäft zuletzt innerhalb von drei Jahren eine Million neue Kunden … mehr