Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Der Draghi-Knalleffekt

Super-Mario hat den Märkten mal wieder gezeigt, dass auf ihn Verlass ist. Der EZB-Chef kündigte eine weitere geldpolitische Lockerung im Dezember an. Die Anleger verfielen in einen Kaufrausch. Die Commerzbank-Aktie übersprang die 10-Euro-Marke.

"Wir haben den Willen und die Fähigkeit alle Instrumente einzusetzen, die unser Mandat erlaubt, wenn das nötig ist", sagte Präsident Mario Draghi am Donnerstag. Konkret zur Diskussion stünden eine weitere Absenkung des Einlagesatzes und eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms. Zuvor hatte die EZB bekanntgegeben, dass der Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent verbleibt.

Einige EZB-Mitglieder hätten am liebsten schon jetzt mit weiteren Lockerungen begonnen, sagte Draghi. Man werde sich nun aber noch bis Dezember Zeit nehmen, um weitere Schritte zu prüfen. Zurzeit gebe es noch keine klare Präferenz für ein bestimmtes Instrument.

Chance für Trader

Die Aussagen Mario Draghis geben der Commerzbank-Aktie den Kick. Am Freitagmorgen überspringt der Titel die 10-Euro-Marke. Zwar wäre es für die Geschäfte der Banken besser, wenn die Zinsen leicht steigen würden. Auf der anderen Seite sorgt die EZB mit weiteren geldpolitischen Lockerungen dafür, dass wieder mehr Geld in die Aktienmärkte fließt. Da einige Werte schon gut gelaufen und recht teuer sind, dürften die Anleger mit Draghi im Rücken mutiger werden und auch bei einer spekulativen Commerzbank zugreifen. Für Trader genau das richtige Umfeld.

(Mit Material von dpa-AFX)

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