Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Das sagen die Experten

Die Commerzbank hat die Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht – und die Erwartungen der Anleger enttäuscht. Die Aktie ist der größte Verlierer im DAX. Nach und nach melden sich die Analysten zu Wort und kommentieren die Zahlen. Die Einschätzungen fallen sehr unterschiedlich aus.

Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Commerzbank nach den Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 13 Euro belassen. Das Vorsteuerergebnis der Bank habe den Erwartungen entsprochen, wobei sich das Kerngeschäft besser als gedacht entwickelt habe, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch. Auch der Rückgang der faulen Kredite im Vergleich zum Vorquartal sei positiv. Das Kreditinstitut komme somit beim Risikoabbau insgesamt sowie der Steigerung der Rentabilität im Kerngeschäft voran. Es seien jedoch kurzfristig keine Kurstreiber in Sicht.

Lampe sagt „Verkaufen“

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Commerzbank auf "Halten" mit einem Kursziel von 13 Euro belassen. Der Vorsteuergewinn habe den Konsensschätzungen entsprochen, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Mittwoch. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung hingegen habe die Erwartungen deutlich verfehlt.

Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe stuft die Commerzbank-Aktie weiterhin mit „Verkaufen“ ein mit einem Kursziel von zwölf Euro. Die Bank habe zwar die Markterwartungen beim Vorsteuerergebnis erfüllt, schrieb Analyst Neil Smith in einer Studie vom Mittwoch. Er bleibe aber vorsichtig wegen Sorgen hinsichtlich der Entwicklung der Erträge und der Eigenkapitalrendite. Zudem habe es bei der festen Kernkapitalquote (CET 1) keine Fortschritte im Vergleich zum vierten Quartal gegeben.

Dabei bleiben

2014 wird für die Commerzbank ein weiteres herausforderndes Jahr. Konzernchef Martin Blessing erwartet trotzdem „eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr“. Wichtig ist, dass die Commerzbank weiterhin so gut beim Abbau der Problemkredite vorankommt. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stoppkurs sollte bei 11,50 Euro platziert werden.

 

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Da ist das Ding

Die neue Commerzbank-Strategie ist endlich öffentlich. Einige Überraschungen gibt es trotz vorab bekannter Details bei den Stellenstreichungen und dem Aufwand für den Umbau. Auch die Aktionäre müssen bluten. Auf lange Sicht könnte sich das aber auszahlen. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Radikalkur 4.0

Die neue Strategie von CEO Martin Zielke, Commerzbank 4.0, wurde gestern durch einen Fehler bereits im Intranet des Konzerns veröffentlicht. Demnach hat Zielke noch ehrgeizigere Ziele, als bis bisher bekannt war. Aktionäre dürften davon langfristig profitieren. mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

EamS: Das ist die neue Strategie der Commerzbank

Die Euro am Sonntag beruft sich auf Insider und schreibt: Wenn Vorstandsvorsitzender Martin Zielke die Strategie für die Commerzbank vorstellen wird, werde er auch einen Plan vorlegen, um das Geschäft für mittelständische Firmenkunden abzuspalten. Der Grund dafür ist die schwache Nachfrage dieser … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Jetzt wird saniert

Demnächst wird Commerzbank-CEO Martin Zielke seine neue Strategie präsentieren, mit der er das Geldhaus fit für die Zukunft machen will. Bisher war nur ein Jobabbau in der Mittelstandsbank bekannt. Insiderkreise sprechen nun von deutlich mehr Stellen, die wegfallen könnten. mehr