Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Aktie knickt ein - Analyst sieht kaum Potenzial

Die Freude über den gelungenen Banken-Stresstest in Deutschland ist am Montag schnell der Ernüchterung gewichen. Nach einem fulminanten Start notiert die Aktie der Commerzbank nur noch minimal im Plus.

Zwar sind hierzulande alle großen Banken für künftige Krisen gut gewappnet. Sowohl die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank als auch die Deutsche Bank haben den Fitness-Check der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeistert. Doch der schwächelnde Gesamtmarkt und das enttäuschende Abschneiden italienischer Banken verdarben den Anlegern letztlich die Freude.

Obwohl die Commerzbank den Test der EZB bestanden hat, sieht Paola Sabbione, Analystin bei der Deutschen Bank, in der Commerzbank-Aktie lediglich eine Halte-Position und das Kursziel nur bei 12,50 Euro. Unter dem Strich seien die Test-Ergebnisse für Europas Banken positiv, so die Expertin. Beim Kapitalaufbau hätten die Institute Fortschritte gemacht. Insgesamt habe der Sektor etwas Aufwärtspotenzial.

Dabei bleiben

Dass die Commerzbank den EZB-Test besteht, war für den AKTIONÄR keine große Überraschung. Nach der Prüfung könnten sich die Banken wieder auf andere Sachen konzentrieren, zum Beispiel auf Fusionen und Übernahmen. Die Commerzbank gilt seit Monaten als Übernahmekandidat. Sollten sich hierfür die Anzeichen mehren, wird die Aktie gewiss besser laufen als der Markt. Investierte Anleger bleiben am Ball und setzen den Stoppkurs bei 9,80 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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