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Commerzbank: Erfolgreich dank Big Data

Die Digitalisierung ist der wichtigste Eckpfeiler beim Konzernumbau der Commerzbank. Die jüngste Entwicklung zeigt, welche Fortschritte CEO Martin Zielke hier macht. Laut verschiedenen Medienberichten schafft die Bank jetzt einen eigenen Konzernbereich zu diesem Thema.

Aus dem Projekt „Digital Operation Journey“ entsteht das 41 Unternehmenssegment „Big Data & Advanced Analytics“. Hier sollen langfristig 100 neue Jobs entstehen, während unternehmensweit bis zum Jahr 2020 jede fünfte der knapp 50.000 Stellen wegfallen soll. Als Bereichsvorstand holt die Commerzbank mit Kerem Tomak einen echten Insider. Bevor er bei der US-Einzelhandelskette Sears Holding das Digitalmarketing verantwortete, arbeitete der Manager unter anderem bei Google und Yahoo.

Umsatzpotenzial durch Big Data

Durch die Digitalisierung und den Einsatz von Big Data ergibt sich für die Commerzbank großes Potenzial auf der Einnahme- und Ausgabeseite. Bis zum Jahr 2020 will die Bank rund 80 Prozent der internen Prozesse automatisieren. Das spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern auch Kosten. Ein Großteil der 9.600 Arbeitsplätze, die wegfallen sollen, wird in der Verwaltung gestrichen. Die Kostenquote, die im vergangenen Jahr bei 84,9 Prozent lag, kann dann endlich sinken. Der europäische Mittelwert lag bei nur 68,7 Prozent.

Auch beim Umsatz ergeben sich durch die gezielte Auswertung von Datenmengen neue Möglichkeiten. Ein Großteil des Erfolgs bei der Kundenwerbung geht bei der Commerzbank auf das Konto personalisierter Produktwerbung. Mit diesem Konzept hatte bereits Amazon in der Vergangenheit Erfolg.

Charttechnisch interessant

Beim Thema Digitalisierung ist die Commerzbank mittlerweile gut unterwegs. Mittelfristig sollte sich das durch geringere Kosten und höhere Umsätze auszahlen.

Die Aktie der Commerzbank steht kurz vor dem charttechnischen Ausbruch. Wird der horizontale Widerstand bei 9,75 Euro geknackt, steht zweistelligen Kursen nur noch das alte Verlaufshoch bei 9,94 Euro im Weg.

Fundamental ist die Commerzbank nicht zu teuer. Das KGV beträgt zwar aktuell 17, während die Peergroup auf nur 13 kommt. Im kommenden Jahr soll die Bewertung jedoch ebenfalls auf 13 sinken. Außerdem liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei nur 0,4, während die Konkurrenz im Schnitt auf 0,8 kommt. DER AKTIONÄR würde deshalb bei der Aktie zugreifen und gibt ein Kursziel von 12,50 Euro aus. Ein Stopp sollte bei 7,00 Euro platziert werden.

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