Commerzbank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Commerzbank-Aktie: In 48 Stunden fällt die Entscheidung!

Am kommenden Mittwoch, dem 7. Mai, wird die Commerzbank ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal präsentieren. Behalten die Analysten Recht, wird das Kreditinstitut seinen Aufwärtstrend bestätigen. Die Aktionäre hoffen darauf, dass sich dieser Trend endlich auch wieder im Kursverlauf bemerkbar macht.

Dreistelliger Millionengewinn

Unter dem Strich dürfte das Institut den ersten dreistelligen Millionengewinn seit sechs Quartalen erwirtschaftet haben. Anders als im Vorjahr sollten diesmal keine besonderen Belastungen aus dem laufenden Konzernumbau angefallen sein. Allerdings rechnen die Experten mit einem aufgrund einer höheren Risikovorsorge schwächeren operativen Ergebnis.

Nach den von der Commerzbank selbst veröffentlichten Schätzungen rechnen Analysten im Schnitt  für die ersten drei Monate mit einem Überschuss von 231 Millionen Euro. Vor einem Jahr stand unter dem Strich noch ein Verlust von 95 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren damals in erster Linie einmalige Rückstellungen für das laufende Sparprogramm.

Diese sind aus dem operativen (Vorsteuer-) Ergebnis herausgerechnet. Es dürfte nun um rund ein Drittel auf 327 Millionen Euro gesunken sein. Das wiederum führen Analysten auf ein deutlich schwächeres Ergebnis im Investmentbanking zurück. Zudem dürften die Rückstellungen für faule Kredite wieder zugenommen haben. Vor einem Jahr hatte die Bank noch davon profitiert, alte Rücklagen aus der Zeit der Finanzkrise auflösen zu können. Weiter ein großer Belastungsfaktor bleiben die niedrigen Zinsen.

Verluste der Bad Bank

Einen höheren Verlust erwarten die Experten in der konzerneigenen Bad Bank. In der Sparte wickelt das Institut nicht mehr zum Kerngeschäft zählende Anlagen wie Schiffsfinanzierungen, Staatsanleihen und gewerbliche Immobilienkredite ab. Der Vorstand hatte den Abbau dieser oft problematischen Investments im vergangenen Jahr beschleunigt und nimmt dafür auch höhere Verluste in Kauf. Zuletzt konnte die Commerzbank aber dank der Jagd von Investoren auf renditeträchtige Anlagen beim Verkauf der Bestände vergleichsweise gute Preise erzielen. Ende 2013 hatte die Bad Bank noch Altlasten im Wert von 116 Milliarden Euro in ihrem Bestand.

Commerzbank; Chart;

Hoffen auf das Kaufsignal

Seit Wochen pendelt die Commerzbank-Aktie zwischen 11,80 Euro und knapp 14,00 Euro. Zuletzt hatte sich die Trading-Range auf 12,50 bis 13,50 Euro sogar noch verengt. Die bevorstehenden Zahlen sollten ein neues Signal hervorrufen - Neueinsteiger warten am besten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Bravo, Martin!

Mit den Zahlen zum abgelaufenen Jahr hat Commerzbank-CEO Martin Zielke seine Kritiker verstummen lassen. Zwar schrumpfte das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr (1,08 Milliarden Euro) kräftig auf 279 Millionen Euro. Aufgrund des im Herbst 2016 eingeleiteten Konzern-Umbaus hatten Analysten im … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Zweistellige Kurse voraus

Die Commerzbank-Aktie kennt seit Jahreswechsel kein Halt mehr und hat bisher schon 19 Prozent zugelegt. Nachdem innerhalb der letzten drei Jahre bereits eine Million Neukunden gewonnen wurden, setzt die Bank auch für 2017 auf Wachstum. Der Konzern-Umbau scheint gut voranzukommen, am 9. Februar … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Kaufsignal dank Ziel 10.000

Das neue Jahr läuft für die Commerzbank bisher blendend: Die Aktie befindet sich in einem mittelfristign Aufwärtstrend und der Konzern-Umbau schreitet weiter voran. Doch die Bank ruht sich darauf nicht aus. Nachdem im Privatkunden-Geschäft zuletzt innerhalb von drei Jahren eine Million neue Kunden … mehr