Co.don
- Marion Schlegel - Redakteurin

Co.don mit großer Aufholjagd – noch immer „50-Prozent-Chance“

Das auf Gelenkknorpel spezialisierte Unternehmen Co.don. hat bekannt gegeben, fortgeschrittene Verhandlungen mit der Haemo Pharma GmbH über den Vertrieb des EU-weit zugelassenen zellbasierten Arzneimittels Spherox in Österreich zu führen. Die Parteien hätten am 12. Juni 2018 ein finales Term Sheet unterschrieben, welches die wesentlichen Eckpunkte der geplanten Zusammenarbeit und eines auf dieser Basis noch zu finalisierenden Vertriebsvertrages regelt. Co.don erwartet bei Abschluss des Vertriebsvertrages einen vertraglich vereinbarten jahresweise gestaffelten Mittelzufluss.

Vorgesehen ist, dass die Haemo Pharma GmbH der exklusive Vertriebspartner von Spherox in Österreich wird. Co.don behält zwischen den Parteien definierte Verantwortlichkeiten und unterstützt die Haemo Pharma GmbH während der gesamten Vertriebsphase, hieß es in der Mitteilung. Der Vorstand sieht in dem Abschluss des Term Sheets einen wesentlichen Zwischenschritt für die weitere EU-weite Marktdurchdringung und damit der Umsetzung der Unternehmensstrategie.

Ralf Jakobs, Vorstand der Co.don AG: „Wir sind stolz darauf, innerhalb kürzester Zeit mit der Haemo Pharma GmbH einen erfahrenen und kompetenten Vertriebspartner für den Österreichischen Markt gefunden zu haben. Unser Anspruch ist es, unser hervorragendes Produkt nur in Ländern mit einer ertragsseitig sinnvollen Preisbildung und einer zukünftig gesicherten Erstattung zu etablieren. Für Österreich waren die diesbezüglichen Gespräche von einer sehr hohen Effizienz und Schnelligkeit geprägt. Nach einer relativ kurzen Verhandlungszeit können wir ein monetär sichtbares Ergebnis auch im Vorgriff der noch zu erfolgenden staatlich gesicherten Erstattung für unser Produkt vorweisen. Wir haben mit der Haemo Pharma GmbH einen im Markt sehr gut positionierten Partner für eine langfristige Zusammenarbeit gewinnen können. Der Österreichische Markt soll darüber hinaus Ausgangspunkt für die Erschließung ausgewählter osteuropäischer Märkte sein, in denen wir dann ebenfalls auf Vertriebspartnerschaften setzen werden.“

Die Aktie von Co.don reagierte mit einem Kursplus von 3,7 Prozent auf die Meldung. Bereits vor gut einer Woche ist die Aktie kräftig nach oben durchgestartet, nachdem das Analysehaus Sphene Capital seine Kaufempfehlung mit einem 24-Monats-Kursziel von 9,60 Euro bestätigt hatte. Nach dem jüngsten deutlichen Kursanstieg bedeutet dies ein verbleibendes Potenzial von noch immer rund 50 Prozent.

Auch DER AKTIONÄR bleibt langfristig zuversichtlich, was die Entwicklung der Aktie angeht. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Erstattung, die im vergangenen Jahr belastet hatten, sind in diesem Jahr gewichen. Allerdings ist der Wert charttechnisch derzeit noch immer angeschlagen. Positiv ist aber, dass die 6-Euro-Marke bereits zurückerobert werden konnte. Die nächste große Hürde wartet nun in Form der 200-Tage-Linie.

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