SATURN OIL+GAS
- Markus Bußler - Redakteur

Chance auf 100 Prozent - Heißer Öl-Hot-Stock vor Verdoppelung?

Schaut man auf die Rohstoffnotierungen, dann stehen alle unter Druck. Wirklich alle? Nein, der Ölpreis schlägt sich wacker. Und schon werden die ersten Stimmen laut, die Öl wieder zurück auf dem Weg zur 100-Dollar-Marke sehen. Kein Wunder, dass der Run auf die besten kleinen Öl-Explorer begonnen hat. Ein der stärksten Aktien ist Saturn Oil & Gas.

Saturn Oil & Gas (WKN A2DJV8) hat eine Vergangenheit. Dem einen oder anderen ist die Aktie vielleicht noch als Saturn Minerals bekannt. Minerals deshalb, weil man ursprünglich in das Kohlegeschäft einsteigen wollte. Doch der Weg war im wahrsten Sinne des Wortes steinig. Und das ehemalige Management schaffte es auch nach der Neuausrichtung auf das Ölgeschäft nicht, das Unternehmen auf Kurs zu bringen. Kurzum: Ein neuer Name samt neuem Management musste her. Heute heißt der Konzern Saturn Oil & Gas und hat den Sprung zum Produzenten bereits geschafft.

Saturn Oil + Gas ist in der kanadischen Provinz Saskatchewan aktiv. Vielen ist die Region sicherlich vom Uranabbau her ein Begriff. Aber Saskatchewan hat eben auch Ölvorkommen. Saturn hat in den vergangenen Jahren die Fläche, auf denen man nach Öl bohren darf, deutlich ausgeweitet. Bis Ende des Jahres soll diese noch einmal um 50 Prozent wachsen. Aktuell hält man 24.25 Sections – was nichts anderes als 24,25 Quadratmeilen sind. Bis Ende des Jahres soll die Produktion auf 1.250 Barrel pro Tag wachsen.

Im Sommer konnte Saturn über eine Kapitalerhöhung rund vier Millionen CAD einsammeln. Das Geld wurde auch gleich genutzt, um noch im Juli ein Bohrprogramm zu starten. Fünf neue Bohrlöcher sollen die Zahl der Horizontalbohrungen auf zehn erhöhen. Vier sind bereits gebohrt, das fünfte wird in Zusammenarbeit mit einem Partner gebohrt – Saturn hält an diesem fünften Loch 50 Prozent. Dazu gibt es noch ein vertikales Bohrloch. Vielleicht an dieser Stelle ein kleiner Ausflug in das Ölgeschäft zur Veranschaulichung.  

Quellen sprudeln – bis sie versiegen

Sie kennen das vielleicht aus Filmen: Ölfirmen bohren nach Öl und plötzlich sprudelt es. Auch wenn das in Filmen meist etwas spektakulärer aussieht, als es in Wirklichkeit ist. Im Prinzip läuft es so ab. Das Öl ist unter Druck eingeschlossen und folgt dem Weg an die Oberfläche. Wie man sich vorstellen kann, ist der Druck am Anfang am höchsten und nimmt mit der Zeit ab. Saturn geht davon aus, dass sich die Kosten für ein Bohrloch nach sechs bis neun Monaten amortisiert haben. Das Loch selbst fördert dann – mit abnehmender Menge – ein paar Jahre lang Öl. Grob gesagt: Alles nach den sechs bis neun Monaten ist Gewinn.

Im Anschluss will Saturn ein größeres Bohrprogramm auflegen, in dessen Verlauf weitere 14 Horizontalbohrungen vorgenommen werden sollen. Damit will man – im Idealfall bis zum Jahresende – die Produktion auf 1.250 Barrel pro Tag steigern. Dadurch soll sich der Cashflow erhöhen und man hat mehr Geld für Bohrungen – und so weiter. Gleichzeitig benötigt man aber auch Geld, um die Landposition zu erweitern. Dies geschieht in der Ölindustrie in Saskatchewan klassischerweise über geheime Auktionen. Sprich: Die Interessenten geben ihr Gebot ab, ohne zu wissen, was die Konkurrenz bietet. Saturn war hier in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Deshalb darf man davon ausgehen, dass dies auch in Zukunft der Fall ist.

Bereits in den schwarzen Zahlen

Das erste Quartal hat Saturn mit einem kleinen Gewinn von 260.111 Kanadischen Dollar abgeschlossen. Die Aktie wird aktuell an der Börse mit 41 Millionen CAD bewertet. Legt man die anvisierten 1.250 Barrel pro Tag zugrunde, dann dürfte Saturn pro Jahr einen Umsatz von rund 25 bis 27 Millionen (US-)Dollar erzielen können, läge also im Bereich von 32 Millionen CAD. Die Bewertung erscheint trotz des Anstiegs der vergangenen Wochen durchaus human zu sein.

Die Aktie konsolidiert gerade – und das bietet eine interessante Einstiegschance. Mittelfristig ist Saturn eine extrem spannende, wenngleich natürlich spekulative Story im Ölsektor. Kann Saturn die Pläne umsetzen und spielt der Ölpreis mit, dann hat die Aktie bestimmt noch einmal 100 Prozent Potenzial. Am Ende wird sicher auch die Frage stehen: Wer wäre ein möglicher Käufer? Dieser könnte durchaus aus dem privaten Sektor kommen, muss also selbst kein börsennotiertes Unternehmen sein.

 

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Saturn Oil & Gas, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.

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