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- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Centrotherm ist zurück! Wilderer Zock als Solarworld oder SMA Solar

Manchmal kommen sie wieder. Die zwischenzeitlich in die Insolvenz gerutschte Centrotherm feiert mit der Bekanntgabe eines operativen Gewinns ein Comeback. Wie der Solarmaschinenbauer mitteilte, wurde 2014 ein Umsatz von 189 Millionen Euro und damit das obere Ende der Planung von 150 bis 200 Millionen Euro erreicht. Entscheidend: Das operative Ergebnis betrug 19,6 Millionen Euro nach minus 7,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das Gros seiner Umsätze erzielt Centrotherm mit asiatischen Solarmodulherstellern. So liegt die Auslandsquote bei starken 93 Prozent.

 


Trina, Jinko und Co investieren wieder in neue Kapazitäten, was sich auch bei Centrotherm bemerkbar macht. Im Geschäftsjahr 2014 seien Aufträge in Höhe 107,4 Milionen Euro eingegangen – der höchste Auftragseingang seit 2012 im Segment Photovoltaik und Halbleiter.
Doch Centrotherm muss auch mit Rückschlägen kämpfen. „Ausgelöst durch die Verschärfung und Ausweitung der US-Strafzölle auf chinesische und taiwanesische Solarprodukte brachen Investitionen in Neuanlagen in diesen Märkten im dritten Quartal 2014 teilweise ein“, so der Solarmaschinenbauer. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Auftragsbestand 150 nach 229 Millionen Euro zum Vorjahresstichtag. Der Bestandsrückgang sei unter anderem auf den Projektfortschritt der Polysiliziumfabrik in Katar zurückzuführen.


Bodenbildung
Für 2015 erwartet man wieder Umsätze von 150 bis 200 Millionen Euro. Das Ergebnis soll ausgeglichen sein. Bewertet wird der Konzern nur noch mit 100 Millionen Euro.
Nach einer langen Seitwärtsbewegung gibt es wieder zunehmendes Handelsvolumen und Aufwärtsimpulse in der Aktie. So war die Aktie vor wenigen Tagen 50 Prozent ins Plus gesprungen. Am Donnerstag verliert Centrotherm vorbörslich jedoch wieder 17 Prozent. Gut möglich, dass Trader das Papier mehr und mehr für sich entdecken. Schließlich ist die Aktie ähnlich ausgebombt wie die der deutschen Solarfirmen SMA Solar und Solarworld, hat aber den Vorteil, besser vom Boom in den asiatischen Märkten zu profitieren. Nur für Zocker! Und selbst diese dürften nach diesen wilden Handelstagen zunächst eine Kursberuhigung abwarten.

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