AURORA CANNABIS
- Michel Doepke - Redakteur

Canopy Growth, Aurora Cannabis, Tilray und Co: Was für Aussichten

Seit einigen Wochen ist die Luft in der Cannabis-Branche raus. Selbst der Milliarden-Deal zwischen Altria und der Cronos Group sorgte nur kurzfristig für positive Impulse. Doch das sollte sich auf absehbare Zeit ändern, wenn es nach der Top-Analystin Vivien Azer von Cowen geht. Sie rechnet mit einem Marktpotenzial allein in den USA von 80 Milliarden Dollar bis 2030 – für das Jahr 2019 favorisiert Azer die Aktien von Canopy Growth und Tilray.

Outperformance erwartet

Vivien Azer traut Canopy Growth viel zu: Aufgrund des erwarteten Wachstums in Kanada kalkuliert die Cowen-Analystin in diesem Jahr mit einem Umsatz von 239 Millionen Kanadische Dollar, 2020 sollen es 778 Millionen Dollar sein. Ähnlich zuversichtlich blickt Azer bei Tilray in die Zukunft. Durch die Partnerschaft mit der Novartis-Division Sandoz rechnet die Expertin mit einem Umsatzschub auf 120 Millionen Kanadische Dollar im laufenden Jahr.

Neben der erfreulichen Umsatzentwicklung bei den beiden großen Cannabis-Unternehmen setzt Vivien Azer auch auf weitere Kooperationen. "Big Tobacco" sei bereit, Deals abzuschließen, während sich der Markt entwickelt. Altria ging bereits mit gutem Beispiel voran und kaufte sich bei der Cronos Group ein. Ob Phillip Morris, British American Tobacco (BAT) und Co nachziehen?

Klar ist: Bei einem Engagement im Cannabis-Business führt an den Global Playern, die die entsprechenden Anbauflächen und essentiellen Lizenzen besitzen, kein weg vorbei. Canopy Growth scheidet angesichts des milliardenschweren Deals mit dem Getränke-Hersteller Constellation Brands aus. Einer der AKTIONÄR-Kandidaten für einen Mega-Deal bleibt weiterhin Aurora Cannabis. Das kanadische Unternehmen ist in der Branche selbst als aktiver Konsolidierer in Erscheinung getreten, um sich in eine Top-Position zu hieven. Nur der Deal mit einem Konsum-Giganten lässt weiter auf sich warten.

Schwacher Ausblick

Aurora Cannabis verlor im gestrigen Handel 4,4 Prozent auf 5,03 Dollar an den US-Börsen. Der Grund sind schwache vorläufige Zahlen, die die Gesellschaft für das zweite Quartal 2019 (Berichtszeitraum zwischen Oktober und Dezember 2018) in Aussicht gestellt hat. Der Umsatz soll sich zwischen 50 und 55 Kanadische Millionen Dollar einpendeln, bei einem positiven EBITDA. Analysten rechneten im Durchschnitt mit Erlösen von 67 Kanadische Millionen Dollar.

Trotz der schwachen Eckdaten zählt Aurora Cannabis neben Canopy Growth zu den Favoriten im hochspannenden und wachstumsstarken Cannabis-Sektor.

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