Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bußlers Goldgrube: „Hier braut sich etwas zusammen“

Der Goldpreis ist am Freitag nach einem starken Arbeitsmarktbericht unter Druck geraten. Der Markt geht jetzt davon aus, dass die Zinserhöhung früher als gedacht kommen könnte. „Davon gehe ich allerdings nicht aus“, sagt Markus Bußler, Rohstoffexperte beim Anlegermagazin DER AKTIONÄR. Seiner Ansicht nach dürfte der starke Dollar sogar eher gegen eine baldige Zinserhöhung sprechen.

Zudem seien Anschlussverkäufe bei Gold bislang ausgeblieben. Interessant sei, dass immer mehr Länder überlegen, ihren Goldschatz nach Hause zurückzuholen. „Jetzt gibt es auch in Belgien solche Bestrebungen“, sagt Bußler in der Sendung "Busslers Goldgrube". Die Frage sei: Weshalb? Natürlich kann es verschiedene Überlegungen geben: Entweder die Länder denken über Goldleihe nach oder misstrauen den Beständen in Amerika oder aber es ist ein Misstrauen gegen das Fiat-Geldsystem. „Hier braut sich etwas zusammen“, sagt Bußler. Und darauf sollten Anleger achten.

Entlastung von acht bis zehn Prozent?

Zahlreiche Zuschauerfragen seien eingegangen zum Thema: Wie wirkt sich der niedrige Ölpreis auf die Goldproduzenten aus? „Das ist schwer pauschal zu beantworten“, sagt Bußler. Grundsätzlich dürften rund ein Viertel der Kosten eines Goldproduzenten auf Energiekosten entfallen. Vereinzelt könnte der Anteil sogar noch höher liegen. Mit anderen Worten: Die gesunkenen Ölpreise könnten die Unternehmen auf der Kostenseite durchaus im Bereich von acht Prozent entlasten. Die Frage sei natürlich, ob die Kostensenkungen tatsächlich voll durchschlagen.

Weitere Themen in der Sendung sind ein mögliches Investment in das Unternehmen Banro Corp. Der Konzern ist ein Junior-Goldproduzent, dessen Minen in der Demokratischen Republik Kongo liegen. Die All-in Kosten liegen bei erstaunlich niedrigen 700 Dollar die Unze. „Doch es gibt Gründe, weshalb ich in die Aktie nicht investieren würde“, sagt Bußler. Und diese Gründe liegen vor allem beim aktuellen Schuldenstand. Banro weißt mittlerweile Verbindlichkeiten von 192 Millionen Dollar auf. „Das ist für einen Konzern in dieser Größenordnung verdammt viel“, sagt Bußler. Deshalb würde er nicht investieren. Die komplette Sendung können Sie gleich hier ansehen.

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