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- Marion Schlegel - Redakteurin

Burger King: 20 Prozent Kurssprung und jetzt tritt Warren Buffett in Aktion

Die Aktie von Burger King hat am Montag fast 20 Prozent auf 32,40 Dollar gewonnen, nachdem bekannt geworden war, dass der Fast-Food-Konzern die kanadische Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons übernehmen will. Mit dem Zukauf könnte Burger King seinen Hauptsitz nach Kanada verlegen und so Steuern sparen. Die beiden Unternehmen zusammen würden auf einen Marktwert von rund 18 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) kommen. Auch die Aktie von Tim Hortons konnte einen wahren Kurssprung verzeichnen. Das Papier legte 19 Prozent auf 74,72 Dollar zu. Und nun hat sich auch Warren Buffett zu Wort gemeldet.

Steuersparmodell
Warren Buffett will Burger King laut einem Zeitungsbericht bei der Verlagerung des Firmensitzes ins steuergünstigere Ausland helfen. Der Starinvestor soll eine entscheidende Rolle bei der zu diesem Zweck geplanten Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons spielen, berichteten das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf eingeweihte Kreise.

Buffetts Holding Berkshire Hathaway wird den voraussichtlich etwa 10 Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) schweren Deal demnach zu 25 Prozent finanzieren. Buffett, der mit seinen Investments stark auf amerikanische Traditionsunternehmen setzt, würde damit mitten in die öffentliche Debatte um US-Konzerne geraten, die vor den vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern in den USA fliehen. 35 Prozent zwackt Washington von den Einkünften ab, inklusive lokaler Steuern sind es im Schnitt knapp 40 Prozent.

Buffett-Beteiligung könnte beflügeln
Laut den Quellen des "Wall Street Journals" könnte Burger King die Übernahme der Kanadier bereits in den nächsten beiden Tagen unter Dach und Fach bringen. Wie die Finanzierung genau auf die Beine gestellt werde, sei noch unklar. Aber Buffetts Rolle erinnert stark an den 23-Milliarden-Einkauf der Ketchup-Firma Heinz, die Berkshire ebenfalls gemeinsam mit dem Burger-King-Mehrheitseigner 3G Capital gestemmt hatte, einer Private-Equity-Gesellschaft. Damals hatte Buffett sich lukrative Aktienbeteiligungen gesichert, während 3G die operative Kontrolle über das Übernahmeziel bekam. Das könne bei großen Deals ein Muster für die Zukunft sein, hatte Buffett seinerzeit gesagt. Die Begeisterung der Aktionäre dürfte durch die Einbeziehung der Investorenlegende, die immer wieder ein glückliches Händchen bewiesen hat, noch weiter steigen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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