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BMW-Aktie: Ein trübes Jubiläum

Ausgerechnet das Jubiläumsjahr bereitet BMW bislang keine Freude. Am 7. März feiert der Autobauer seinen 100. Geburtstag. Doch die Stimmung könnte besser sein. An der Börse hat die Aktie seit Jahresbeginn fast 30 Prozent verloren. Zudem ist der Rivale Daimler mit Mercedes bei der Marge vorbeigezogen und könnte BMW auch beim Absatz erstmals seit zehn Jahren überholen.

Am 16. März präsentiert BMW seinen Jahresabschluss. Konzernchef Harald Krüger dürfte dann neue Rekordzahlen bei verkauften Autos und beim Gewinn präsentieren. Um die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben, muss sich der Konzern aber der Attacke des Rivalen Daimler erwehren. Laut Handelsblatt prüft BMW dazu eine Ausweitung der Siebener-Reihe. Ziel sei ein Auto, das deutlich schneller als die S-Klasse des Wettbewerbers sei. Vor allem die wichtigen Absatzmärkte USA und China stehen dabei im Fokus.

BMW will die geplante Modelloffensive zwar nicht offiziell kommentieren. Der Konzern ist aber zum Handeln gezwungen. Nach internen Berechnungen von BMW verdient Mercedes derzeit rund 30.000 Euro mehr pro Wagen. Dies bedeute im Topsegment einen Ergebnisvorteil von mindestens einer Milliarde Euro pro Jahr. Diese Lücke zu schließen wäre noch aus einem anderen Grund wichtig: BMW will durch das Luxusgeschäft die für die Zukunft wichtigen Investitionen in die Digitalisierung und die Elektromobilität finanzieren.

Schwacher Chart

Bei den Anlegern steht die BMW-Aktie derzeit nicht besonders hoch im Kurs. Seit dem Rekordhoch im März befindet sich die Aktie auf Talfahrt. Dieser Abwärtstrend hat sich in den vergangenen zwei Monaten noch einmal deutlich beschleunigt. Inzwischen notiert der DAX-Titel nur noch an der 70-Euro-Marke. Aus charttechnischer Sicht warten die nächsten stärkeren Unterstützungen nun erst beim 52-Wochen-Tief sowie knapp darunter im Bereich zwischen 64 und 65 Euro.

Bodenbildung abwarten

Das Chartbild bei BMW bereitet Sorgen. Anleger sollten eine Bodenbildung abwarten und behalten die Aktie auf der Watchlist. Gelingt die Trendwende, wird der Titel wieder interessant.

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