Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Blutbad an Moskauer Börse: Gazprom, Lukoil und Rosneft unter Beschuss

Die Krim-Krise lässt die Kurse der großen russischen Öl- und Gasproduzenten in den Keller stürzen. Zwar zieht der Ölpreis – wie oftmals bei politischen Krisen – im heutigen Handel deutlich an, den Kursen von Gazprom, Lukoil und Rosneft hilft dies allerdings wenig.

An der Börse macht man sich vor allem Sorgen um die Folgen der Krise. Wie ein Händler erklärte, untermauere die aktuelle Lage die Einschätzung, wonach sich Europa in der Energieversorgung um andere Quellen bemühen müsse. Der Ausbau von Export- und Importkapazitäten für Flüssiggas aus anderen Regionen müsse vorangetrieben werden. Gerade die USA würden sich anbieten und die Obama-Regierung dürfte alles daran setzen die aktuelle Lage auszunutzen.

Nicht ins fallende Messer greifen!

Schwellenländer und insbesondere der russische Markt bleiben für Anleger ein äußerst heißes Eisen. Es drängt sich daher vorerst nicht auf, bei Gazprom, Lukoil oder Rosneft einzusteigen. Indes sollte man an der Börse ohnehin nie in ein fallendes Messer greifen. DER AKTIONÄR rät auch deshalb Anlegern weiterhin dazu, im Energiesektor auf die westlichen Branchenvertreter Royal Dutch Shell, Total und Exxon zu setzen.

Mit Material von dpa-AFX.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Herbert Schuhmann -
    Nordamerika (USA und Kanada) produziert ca. 810 Mrd. Qubikmeter Erdgas pro Jahr.Der Verbrauch liegt bei ca. 1.100 Qubikmeter pro Jahr und dabei ist Kanada noch ein Nettoexporteur. Es wird also schwierig , Erdgas aus den USA zu beziehen. Bis auf weiteres werden wir also auf Gazprom und Co angewiesen bleiben. . as

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Diese Marken sind jetzt wichtig

Die russischen Aktien erholen sich allmählich wieder von den zum Teil dramatischen Kursverlusten im Zuge der erneut verschärften Sanktionen gegen Russland. Auch bei der Aktie von Gazprom ging es zuletzt wieder leicht nach oben. Diese charttechnischen Marken sind für eine weitere Erholung jetzt … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: WAS für eine Woche

Es gab in der Vergangenheit für die Anteilseigner des Rohstoffriesen Gazprom sicherlich weitaus erfreulichere Handelswochen als die abgelaufene. US-Präsident Donald Trump war hauptverantwortlich für die spektakulären Kursturbulenzen an der russischen Börse, die auch Gazprom erheblich … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Ade Dividendenwachstum …

Lange wurde bei Gazprom auf kräftige Dividendenanhebungen spekuliert. Schließlich forderte die russische Regierung von allen halbstaatlichen Konzernen, die Ausschüttungsquote auf 50 Prozent zu erhöhen, was bei Gazprom eine Verdopplung der Dividende zur Folge gehabt hätte. Doch daraus wird nun … mehr