- Marco Bernegg

Bitcoin-Verfolger Dash in der Krise

Trotz der jüngsten Kursgewinne ist es bisher kein gutes Jahr für Kryptowährungen. Bitcoin hat seit Jahresbeginn fast 60 Prozent an Wert verloren und befindet sich weiterhin in einer Bodenbildung. Für die Konkurrenz-Währung Dash sieht es jedoch deutlich schlechter aus. Das Minus seit dem ersten Januar beträgt knapp 90 Prozent.

Die schwache Entwicklung lässt sich besser darstellen, wenn der Wert direkt in Bitcoin (BTC) ausgedrückt wird. War ein Dash-Coin Anfang des Jahres noch 0,09 BTC wert, sind es aktuell nur noch 0,03 BTC.

Dash ist vor allem durch sein Governance-System bekannt, das durch Abstimmungen in der Community über die Zukunft der Kryptowährung entscheidet. Auf der Website dashcentral.org können Nutzer Vorschläge einreichen, für welche neuen Projekte das verfügbare Kapital verwendet wird. Dort wurde nun ein Beitrag mit dem Titel „Degradiert Ryan Taylor“ verfasst. Im Text wird dem Dash-CEO unverantwortliches Verhalten, nicht eingehaltene Versprechen und eine schlechte Performance als CEO vorgeworfen. 

Außerdem wird Taylor vorgeworfen, dass ein wichtiger Punkt in der Roadmap namens Evolution (eine dezentrale Währungsplattform basierend auf der Dash Blockchain) am Ende des Jahres nicht wie geplant fertiggestellt sein wird. "Mal sehen, wie viele von euch ihre Meinung ändern, nachdem sie realisieren, dass Evolution nicht geliefert wurde, und die in der Roadmap gesetzten Fristen wieder einmal verpasst wurden“, heißt es im Beitrag.

Erwähnenswert ist zudem, dass ein derartiger Vorschlag nicht ohne das Einzahlen von Dash-Coins eingestellt werden kann, wodurch Spam vermieden werden soll. Für den Vorschlag, Ryan Taylor zu degradieren, wurden fünf Dash-Coins eingezahlt, was zu dem Zeitpunkt einem Gegenwert von etwa 713 US-Dollar entsprach.

Obwohl in der Abstimmung den 154 Pro-Stimmen 1013 Contras gegenüberstehen, ist in den Kommentaren zu erkennen, dass eine Diskussion losgebrochen ist. Es kommen Zweifel auf. Dies macht sich auch im Chartbild von Dash bemerkbar, welches im Gegensatz zur Konkurrenz deutlich angeschlagener ist.

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