- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin & Ethereum: Ermittlungen wegen Verdacht auf Marktmanipulation

Nach teils deutlichen Verlusten entspannt sich die Lage am Kryptomarkt vor dem Wochenende etwas. Am Donnerstag hatte eine Meldung über eine Untersuchung des US-Justizministeriums wegen des Verdachts auf Marktmanipulation den Verkaufsdruck allerdings zunächst erhöht.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf vier namentlich nicht genannten Quellen berichtet, haben das US-Justizministerium (DoJ) und die Finanzaufsicht CFTC entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Trader sollen versucht haben, das Handelsvolumen mit illegalen Tricks wie Spoofing oder Wash Trading künstlich aufzublähen und die Kurse so in die gewünschte Richtung zu bewegen. Betroffen sein sollen auch große Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum.

Im Februar hatte es schon einmal den Verdacht auf Kursmanipulation gegeben – im Fokus standen dabei die angeblich durch Bestände in US-Dollar gedeckte Kryptowährung Tether und die Börse Bitfinex.

Natürlich ist Marktmanipulation kein Phänomen, das auf Digitalwährungen beschränkt ist – der vergleichsweise junge und boomende Kryptomarkt ist jedoch stark fragmentiert und kaum reguliert. Betrüger haben daher leichtes Spiel. Bislang liegt es weitgehend an den Betreibern der Handelsplätze, den Handel auf ihrer Plattform zu überwachen. Gemini, die Kryptobörse der Krypto-Ikonen Cameron und Tyler Winklevoss, greift zum Monitoring des Handels inzwischen auf Technologie des US-Börsenbetreibers Nasdaq zurück.

Zudem haben die Winklevoss-Zwillinge andere Börsenbetreiber dazu aufgerufen, gemeinsam selbst Regeln für den jungen Industriezweig zu erarbeiten – wohl auch, um allzu harter Regulierung von Seiten der Behörden zuvorzukommen.

Talfahrt gebremst

Nachdem die Meldung den ohnehin schwachen Kryptomarkt am Donnerstag belastet hatte, sieht es am Freitag nach einer Entspannung aus. Standen bei vielen Coins gestern teilweise noch Verluste im zweistelligen Prozentbereich zu Buche, geht nun vielerorts wieder moderat bergauf.

Der Bitcoin notiert auf 24-Stunden-Sicht nun wieder leicht im Plus und kann sich nach dem Dip auf 7.331 Dollar etwas nach oben absetzen. Die Gefahr, bis zur charttechnischen Unterstützung im Bereich von 6.500 Dollar oder gar auf das Jahrestief bei 6.048 Dollar durchgereicht zu werden, ist damit gesunken – gebannt ist sie aber noch nicht.

EOS: Sofort wieder im Rallye-Modus

Klarer Gewinner in den Top 10 nach Marktkapitalisierung ist EOS mit einem Plus von rund zwölf Prozent. Zwar konnte sich die Kryptowährung dem schwachen Gesamtmarkt der vergangenen Tage nicht entziehen, vor dem mit Spannung erwarteten Start des MainNets Anfang Juni nutzen Investoren den jüngsten Rücksetzer in den Bereich von elf Dollar jedoch umgehend zum Kauf.

Erfreulich: Seit dem Nachkauf von EOS im exklusiven bitcoin report Musterdepot Anfang April steht nach wie vor ein Plus von über 100 Prozent zu Buche. Mehr zu EOS und dem bevorstehenden Mega-Event lesen Sie übrigens auch in der aktuellen Ausgabe (09/18) bitcoin report Premium.

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Hinweis auf potenzielle Interessen­konflikte gemäß §34b WpHG:

Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Herausgeber Bernd Förtsch hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin, EOS, Ethereum.

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