Biofrontera
- Marion Schlegel - Redakteurin

Biotech-Durchstarter Biofrontera erhöht Umsatzprognose, Aktie legt kräftig zu

Gerade in einer Phase, wo zahlreiche deutsche Biotechtitel ordentlich korrigieren, sorgt Biofrontera für positive News und damit für ein grünes Vorzeichen bei der Aktie. Das Unternehmen hat am heutigen Mittwoch vorläufige Umsatzzahlen für die ersten neun Monaten bekannt gegeben und die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben.

Der vorläufige, ungeprüfte Umsatz der Biofrontera-Gruppe für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2018 belief sich den Angaben zufolge auf 14,5 bis 14,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von rund 98 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die reinen Produktumsätze um circa 131 Prozent angestiegen sind. Besonders stark hat sich das Geschäft in Übersee entwickelt. Für die USA meldet Biofrontera einen vorläufigen Umsatz aus Produktverkäufen von voraussichtlich 10,2 Millionen Euro. Die entspräche im Vergleich zum Zeitraum 2017, als 3,4 Millionen Euro erzielt wurden, in etwa einer Verdreifachung. In Europa wird der Umsatz aus Produktverkäufen bei voraussichtlich rund 4,2 Millionen Euro liegen, so Biofrontera. Von Januar bis September 2017 verzeichnete Biofrontera Einnahmen von 2,9 Millionen Euro.

Umsatzprognose erhöht

Der Umsatz im dritten Quartal wird bei rund 5,6 Millionen Euro erwartet, 143 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Maßgeblich für das starke Wachstum war eine Umsatzsteigerung in der EU durch die Zulassung für Ameluz in Kombination mit der photodynamischen Tageslichttherapie und ein außergewöhnlich hoher Umsatz im September in den USA, so Biofrontera in einer Mitteilung. Insgesamt konnte das Unternehmen im September dieses Jahres einen weltweiten Absatzrekord mit insgesamt über 22.000 verkauften Tuben Ameluz verzeichnen.

Angesichts der jüngsten Geschäftsentwicklung erhöht Biofrontera die Umsatzprognose für das laufende Jahr von bisher 16 bis 20 Millionen Euro auf 19 bis 22 Millionen Euro. Die Prognose für das Konzernergebnis im Jahr 2018 bleibt jedoch unverändert, da die weiterhin hohen Kosten für Rechtsberatung aufgrund fortgeführter Rechtsstreitigkeiten den zusätzlichen Ergebnisbeitrag aus dem höheren Umsatz kompensieren, so Biofrontera.

200-Tage-Linie erfolgreich getestet

Die Aktie von Biofrontera reagiert auf die News mit einem Kursplus von mehr als drei Prozent. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR im Dezember 2017 gefolgt sind, können sich mittlerweile bereits über einen Gewinn von über 45 Prozent freuen. Nicht nur die guten News überzeugen, auch charttechnisch ist weiterhin alles im Lot. Zuletzt hat die Aktie erfolgreich die 200-Tage-Linie verteidigt. Die nächste Hürde, die es zu überwinden gilt, liegt bei 6,50 Euro. Ein Stopp bei 4,90 Euro sichert nach unten ab.

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