Deutsche Bank
- Werner Sperber - Redakteur

Bernecker: Die EZB prüfte auch die Deutsche Bank unseriös

Die ActienBörse Daily schreibt, der Stresstest für Europas Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist überzogen, aber wohl unbewusst gewollt. Mit Ausnahme der italienischen Banken sind die Eigenkapitalquoten der anderen großen Institute in Ordnung. Die EZB unterstellt jedoch bis zum Ende des Jahres 2018 enorm sinkende Netto-Zinseinnahmen der Banken. Für Deutschland wird dieser Wert mit 23,2 Prozent angegeben. Es werde also eine zweite Finanzkrise à la 2008 und gleichzeitig sinkende Zinsen in einem derzeit kaum vorzustellenden Maß unterstellt. „Das ist das Gleiche wie die Annahme von zwei oder drei Tschernobyl- beziehungsweise Fukushima-Unfällen in Europa für die Kernkraft und für das ganze Land. Wir halten eine solche Annahme für unseriös.“

Die Tiefstkurse der Deutschen Bank nimmt Die ActienBörse Daily hin. Die Herausnahme der Aktie aus dem Index EuroStoxx 50 ist eine zusätzliche Blamage. Immerhin hat heute mit Kepler Cheuvreux das erste renommierte Research-Haus eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 15 Euro gewagt. Dem schließt sich Die ActienBörse Daily an.

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