Bayer
- Michel Doepke - Redakteur

Bayer-Aktie unter Druck: Das steckt dahinter

Der häufig in der Kritik stehende Name "Monsanto" wird in den kommenden Tagen endgültig von der Bildfläche verschwinden und final in den Bayer-Konzern integriert werden. Rating-Agenturen haben den neuen Saatgut-Riesen unter die Lupe genommen – mit einem negativen Beigeschmack. Doch dies ist nicht der ausschlaggebende Grund für den heutigen Kursabschlag. Die Bayer-Aktie wird heute ex-Bezugsrecht gehandelt, um mit einer Kapitalerhöhung die restlichen Milliarden für den größten Zukauf eines deutschen Unternehmens im Ausland zu finanzieren.

Wie die Leverkusener am Wochenende bekanntgaben, sollen die neuen Aktien den Aktionären von Bayer zu einem Bezugspreis von 81,00 Euro je neuer Aktie im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts angeboten werden. Am heutigen Tag beginnt die Kapitalmaßnahme, mit der Bayer insgesamt sechs Milliarden Euro einnehmen will. Deshalb wird die Bayer-Aktie im DAX abzüglich des Bezugsrechtswertes von 1,79 Euro gehandelt.

Chartbild trübt sich weiter an

Durch den Abschlag ist die Bayer-Aktie im heutigen Handel erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Euro gerutscht. In den Handelstagen zuvor ist das Papier bereits an der Widerstandszone bei 105 Euro – wo auch die 200-Tage-Linie verläuft – abgeprallt.

Die Rating-Agenturen S&P, Moody's und Fitch beurteilen die Bonität von Bayer nicht grundlos pessimistischer als vor dem Mega-Deal. Bayer muss in den kommenden Jahren beweisen, Monsanto erfolgreich zu integrieren und die Übernahme in bare Münze umzuwandeln. Das wird nicht einfach. Prinzipiell bleibt DER AKTIONÄR skeptisch für den DAX-Titel gestimmt.

 

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