Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie im Korrektur-Taumel: Diese Marke ist jetzt wichtig

Nach dem Aufstieg in den MDAX will der Chemiekonzern Covestro seine Schulden rasch zurückzahlen. "Wir schulden Bayer noch zwei Milliarden Euro, die wir 2016 zurückzahlen wollen", sagte Covestro-Finanzchef Frank Lutz der "Euro am Sonntag" (Sonntag). Covestro könne über Firmenanleihen die Kreditmärkte anzapfen, um die Schuldentilgung gegenüber Bayer "zeitnah" zu refinanzieren. Nach dem Börsengang Anfang Oktober hält Bayer noch 69 Prozent an Covestro.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Zuletzt haben einige Analysten die Aktie von Bayer genauer unter die Lupe genommen. Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Bayer auf "Neutral" mit einem Kursziel von 129 Euro belassen. Die durchschnittlichen Listenpreise für Medikamente in den USA zeigten einen weiter steigenden Trend, so Analystin Luisa Hector in einer Branchenstudie vom Dienstag.

Die DZ Bank hat die Einstufung für Bayer hingegen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 139 Euro belassen. Durch die Mittelzuflüsse nach dem Covestro-Börsengang könne Bayer als Gesundheitskonzern nun zielgerichtet mehr investieren, erklärte Analyst Peter Spengler am Dienstag. Für 2016 sollte das DAX-Unternehmen positive Nachrichten zu seiner Produktpipeline liefern.

Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Bayer auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 149 Euro belassen. Bayers Xarelto sowie Eliquis von Pfizer/Bristol-Myers Squibb verfolgten einen anderen Wirkansatz als Boehringers Pradaxa, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Montag. Der Gerinnungshemmer der Ingelheimer steht laut "Handelsblatt" im Fokus von Untersuchungen der Staatsanwaltschaft. Ein ähnliches Risiko sieht Braun bei Bayers Medikamenten nicht. Am Markt könne der Bericht gleichwohl für Unruhe sorgen.

Wichtige Unterstützung

Die Bayer-Aktie verliert am Dienstag 1,7 Prozent auf 116,50 Euro und setzt damit die Korrekturphase der letzten Tage fort. Nichtsdestotrotz bleibt Bayer ein aussichtsreiches Investment. Der Konzern ist mit seinen Produkten breit aufgestellt und konjunkturunabhängig. Anleger bleiben an Bord. Aus charttechnischer Sicht sollte aber in jedem Fall das 52-Wochen-Tief bei 106,80 Euro verteidigt werden. Anleger sichern sich knapp unter dieser Marke mit einem Stopp bei 104 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)


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