Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie erneut im Höhenflug: Große Spannung vor Donnerstag

Am Donnerstag wird es spannend: Dann legt Bayer seine Bilanz für das vergangenen Geschäftsjahr vor. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat 2014 laut Analysten von einem starken Gesundheitsgeschäft profitiert. Vor allem neuere Pharmaprodukte lassen die Kassen in Leverkusen klingeln. Auch das Geschäft mit Agrochemikalien wie Pflanzenschutzmitteln und Saatgut lief rund. Doch an der Börse stehen der geplante Umbau zum reinen Gesundheits- und Agrospezialisten und der Ausblick im Fokus. Mit der Abspaltung des margenschwachen Kunststoffgeschäfts und einem möglichen Börsengang soll sich bei Bayer bis 2016 alles um die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze drehen. Auch 2014 bremste der Preisdruck das Kunststoffgeschäft Materialscience (BMS) bei Bayer.


Ausblick auf das Zahlenwerk
Die von Bayer befragten Analysten rechnen für 2014 im Schnitt mit einem Umsatzplus von rund 4,3 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro. Zum Ende des Jahres profitierte der Konzern dabei auch von der Euro-Schwäche. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sonderposten dürfte auf 8,9 Milliarden Euro klettern – ein Plus von 6,4 Prozent. Ein etwas stärkerer Anstieg von 7,5 Prozent dürfte sich laut den Analysten beim Gewinn vor Zinsen, Steuern (EBIT) sowie vor Sonderposten mit 6,2 Milliarden Euro ergeben. Beim Gewinn gehen die Experten mit 3,7 Milliarden Euro von einem noch stärkeren Plus von 16 Prozent aus. 


Bei Vorlage der Bilanz für die ersten neun Monate hatte Konzernchef Marijn Dekkers die Latte für 2014 etwas höher gelegt. Grund für die Zuversicht waren die milliardenschwere Übernahme des Geschäfts rezeptfreier Medikamente vom US-Konzerns Merck & Co und der schwächere Euro. Mit dem etwas mehr als zehn Milliarden Euro schweren Zukauf war Bayer im vergangenen Jahr zum weltweit zweitgrößten Anbieter rezeptfreier Produkte aufgestiegen. Für 2014 hatte Dekkers im Herbst ein bereinigtes Umsatzplus von etwa sechs Prozent auf rund 42 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Dabei sollte das EBITDA vor Sondereinflüssen im "mittleren einstelligen" Prozentbereich zulegen. Diese Ziele dürfte er erreicht haben.


Investiert bleiben
Die Bayer-Aktie hat sich in den vergangenen Jahren enorm stark entwickelt und ein neues Rekordhoch nach dem anderen markiert. Mittlerweile liefert sich der Wert sogar mit Volkswagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Volkswagen um den teuersten Wert nach Marktkapitalisierung am deutschen Aktienmarkt. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner mittelfristig optimistischen Einschätzung zur Bayer-Aktie. Kurzfristig könnten zwar Korrekturen belasten, das 12-Monats-Kursziel liegt aber weiter bei 145,00 Euro. Anleger sichern sich mit einem Stopp bei 107 Euro ab.


(Mit Material von dpa-AFX)

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